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Foto: Wavebreakmedia/Shutterstock.com

Auf die Frage im Rahmen der nationalen M-A-R-S-Studie: "Was motiviert Sie für einen langfristigen und regelmäßigen Besuch in einem Fitnessclub?", antworteten dieses Mal 34,6% mit "die Verbesserung des Aussehens".

Das sind zwar knapp 2 Punkte weniger als im Vorjahr, aber auf die Antwort"Verbesserung der Gesundheit", die im Vorjahr mit 42% der Nennungen noch Hauptmotiv war, beriefen sich in diesem Jahr nur noch 33,5% der Befragten.

Sie rutschte deshalb auf Rang 2.Für die Entscheidung für oder gegeneinen Fitnessclub war die "präventive Ausrichtung des Trainingsangebots" für 40,9% (Vorjahr: 46%) der Befragten "sehr wichtig", für 41,7% war sie nur "wichtig"(Abbildung 1).

Sicherlich lässt sich aus diesen Antworten nicht ableiten, dass der Claim der erfolgreichen Discountkette McFit,"Einfach gut aussehen", auf die Grundeinstellung der meisten Deutschen zutrifft.

Aber eine gewisse Tendenz der Gesellschaft in Richtung Lifestyle und Körperkult ist diesen Befragungsergebnissen zufolge nicht zu verleugnen.Die Frage, die sich Ihnen als Clubbetreiber stellen dürfte, ist: Ist das im Umfeld meines Unternehmens genauso?

Infos zur Datenerhebung

Für die nationale M-A-R-S-Studie befragte das auf Profifitnessthemen spezialisierte Forschungs-Institut Würtenberger (FIW) im Jahr 2015 (wie auch in den Vorjahren) bundesweit 1.500 Menschen.

Einzige Rastervorgabe: Die Befragten zwischen 15 und 65 Jahre wurden entsprechend der Bevölkerungsdichte der jeweiligen Bundesländer ausgewählt,um eine geografische Repräsentativität zu gewährleisten.

Diese bundesweite M-A-R-S-Studie dient jedoch nicht nur als spannende Informationsquelle für nationale und internationale Fitnessunternehmen.

In erster Linie ist sie Benchmark für lokale Marktstudien, die mit demselben Befragungsschema durchgeführt wurden. Ab Mai (Ausgabe 5/2016) veröffentlichen wir in jeder zweiten body LIFE Deutschland einen Praxisartikel, in dem der Betreiber eines Fitnessstudios Auszüge aus seiner lokalen M-A-R-S-Studie präsentiert und von den konzeptionellen Konsequenzen berichtet, die er daraus gezogen hat oder noch ziehen will.

Was erwarten Menschen von einem Fitnessclub?

Oft geht es auch um Fragen wie: "Wasn erwarten die Menschen von einem Fitnessclub?"An oberster Stelle wurde 2015 im Bundesdurchschnitt übrigens"gute Betreuung" genannt - wobei dieser Begriff eine recht weit gefasste Beschreibung für ganzheitlichen Service sein dürfte.

Bereits an zweiter Stelle rangiert der Anspruch an gute Geräte. Die technische Ausstattung der Fitnessclubs is tden Trainierenden also wichtig - zumindest im deutschen Durchschnitt.

Eine M-A-R-S-Studie-Frage, die zwar nicht direkt fürs Unternehmenskonzept, wohl aber für den Marketingerfolg wichtig ist: "Wie informieren Sie sich?" ... -und: "Wo macht deshalb Werbung für Ihr Unternehmen Sinn?" Klar: Die Antworten auf diese Fragen fallen von Gebiet zu Gebiet äußerst unterschiedlich aus;Menschen im ländlichen Raum kommunizieren ganz anders als Menschen mitten in Berlin oder München. Wie weit würden potenzielle Mitglieder für eine Fitnessanlage ihrer Wahlfahren - und welcher Fitnessclub ist deshalb noch als Mitbewerber zu betrachten?

Interessant: Im Bundesdurchschnitt sagten über 40% der Befragten, dass sie mehr als drei Kilometer dafür fahren würden. Immer noch über 20% sind offenbar dazu bereit, zwischen 5 und 20 Kilometer weit zu fahren! Da könnte ein gutes High-End-Studiokonzept ja vielleicht doch bessere Chancen haben als gedacht ...?

Bei den Antworten auf die Frage nach der Motivation stellte sich übrigens heraus,dass im Bundesdurchschnitt die fünf (!) meistgenannten Gründe eher zu Gunsten von Wohlbefinden und Lifestyle ausfallen (sofern man "Ausgeglichenheit"nicht als gesundheitlichen Aspekt wertet). Erst der sechstplatzierte Grund ("Verbesserung Rückenprobleme")zahlt auf das Thema Gesundheit im klassischen Sinne ein.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der body LIFE 4/16.

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