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Experten sind der Überzeugung, dass Functional Training die Zukunft in der Fitnessbranche ist. Auf der FIBO konnte jeder live erleben, dass das Thema „Functional Training“ mehr als nur ein Trend ist und sich langfristig beim Endverbraucher durchsetzen wird.

Für Fitnessunternehmer und diejenigen, die es in Zukunft werden wollen, ist es folglich ein Muss, sich mit dieser Entwicklung zu beschäftigen und zukunftsweisende Schlüsse zuziehen. Das Fitness Camp in Saalfeld hat sich Gedanken gemacht und mit dem „FT-Club“ ein Club-in-Club-System integriert.

Kann ich mich mit meinem Unternehmen als Spezialist für Functional Training am Markt langfristig positionieren? Wie schnell muss ich handeln, um gegenüber dem Wettbewerb im Vorteil zu sein? Kann ich es mir leisten, das Thema „Functional Training“zu ignorieren? Passt das Thema zu meinem persönlichen Anspruch, zum Zeitgeist und zur Qualität meines Angebots? Habe ich vor, Functional Training als Profitcenter zu etablieren, um damit Geld zu verdienen?

Speziell für Existenzgründer besteht die Chance, als Spezialist für Functional Training in den Fitnessmarkt einzusteigen und sich schon jetzt die „Poleposition“für die Zukunft zu sichern. Ähnlich wie in den USA, wird funktionelles Training in einigen Jahren irgendwie jeder anbieten, der mit Fitness etwas zu tun hat. Vor allem die neuen Boutique Studios werden massiv den Markt beeinflussen. Es gilt jedoch, sich als echter Profi in den Vordergrund zuschieben! Dies sichert zum einen deutliche Vorteile gegenüber dem Wettbewerb, sodass das Unternehmen für die gewünschte Zielgruppe genau erkennbar ist. Aber auch als Club-in-Club-Lösung gibt es Möglichkeiten, um das Profil zu schärfen und dem Markt neue Impulse zu geben.

Warum eine Marke erfolgreicher ist

Je bekannter eine Marke ist, umso erfolgreicher und gewinnbringender ist oftmals der Einsatz einer solchen. Doch welche Faktoren machen eine Marke wirklich erfolgreich?
Ein sehr gutes Beispiel dafür ist CrossFit, das sich überregional als einzig präsentes Functional-Training-Konzept durchgesetzt hat. Hierbei stehen vor allem Leistung und Wettkampforientierung als gemeinsame Philosophie im Fokus. Bevorzugt sind in diesem Konzept inhabergeführte Studios mit einer Fläche von 150 bis 250 m². Interessant bei CrossFit ist das relativ hohe Preisniveau, das sowohl bei städtischen als auch ländlichen Anbietern bei durchschnittlichen Beiträgen von ca. 90 Euro pro Monat (bei zweimaliger Nutzung pro Woche) liegt.

Die Positionierung am Markt ist unmittelbar abhängig von der Bekanntheit der Marke, der Qualität des Produktes und der Dienstleistung, die den Einsatz damit unverwechselbar machen. Es gilt zu klären, ob Sie in Ihrem Unternehmen zukünftig Wettkampf oderfunktionelles Training anbieten werden. Legt Ihre Zielgruppe Wert auf Spaß und Gesundheit oder auf körperliche Erschöpfung?

Fakt ist, der Markt teilt sich immer mehr in Richtung Discountanbieter, Premiumanlagen und spezialisierte Anbieter. Dazu gehören zum Beispiel EMS-Studios, Pilates-Centren, PT-Lounges usw. Qualität, Service, persönliche und individuelle Betreuung der Marke werdender Zielgruppe vermittelt. Das besondere Angebot macht die Marke einzigartig und unverwechselbar. Damit verbinden Sie Ihr Unternehmen, also Ihre „Marke“,emotional mit Ihrer Zielgruppe und werden als Ganzes wahrgenommen.

Die Marke fokussiert Sie auf Ihre Stärken. Der Wert und die Power einer Marke sind entscheidend für den Unternehmenserfolg.Wenn diese schlüssig und klar erkennbar sind, wählt der Kunde das richtige Unternehmen für seine Bedürfnisse – abhängig von seiner Markenaffinität. Ab dem ersten Tag schärft der Unternehmer das Profil mit einer Qualitätsmarke. Positionieren Sie sich eindeutig, auffällig und authentisch, ansonsten gehen Sie in der Masse unter.

Kurssysteme im Functional Training als Erfolgsbringer

Warum ein umfangreiches Konzept im Functional-Training-Bereich anbieten? Reichen nicht ein paar Kurse aus? In erster Linie muss sich jeder Unternehmer im Vorfeld die Frage stellen: Was will ich mit dem Thema „Functional Training“erreichen? Geht es um Neumitglieder oder um Kundenbindung? Geht es um Positionierung? Ist es wichtig für das Image als Trendsetter oder geht es darum, die Nr. 1 am Markt zu sein? Nehmen wir an, Functional Training ist Teil des Kursprogrammes, das imStudio angeboten wird. Das ist zwar sehr erfreulich für die Mitglieder, wenn es im Rahmen der Mitgliedschaft kostenlos angeboten wird. Doch der wirkliche Erfolg in dem Konzept steckt in der externen Vermarktung des neuen Gruppenbetreuungskonzeptes.

Nur durch die externe Multiplikation wird das System wirklich rentabel und finanzierbar. Das Problem wird deutlich durch die steigenden Personalkosten, wenn es ausschließlich bestehende Kunden nutzen. Sie verdienen dadurch nicht mehr Geld, sondern senken nur Ihre Rendite. Viele Clubbetreiber machen hier den Fehler,nur Equipment für Functional Training zukaufen und ein paar Kurse und Personal-Trainer-Stunden anzubieten. Ein Irrglaube, dass so Functional Training ein Selbstläufer wird. Das Ergebnis ist ein kurzer Hype über drei bis sechs Monate– und dann wird Functional Training nur noch ein Angebot unter vielen sein. Egal ob freies Training oder Smallgroup-Personal-Training – die Wirtschaftlichkeitmuss immer beachtet werden. Klar ist, dass ein Kursformat mit 30 Personen nicht die Lösung ist, denn dort leidet sowohl die Trainingsqualität als auch die Betreuung.

Individuelle und professionelle Betreuung sowie ein abwechslungsreiches Angebot an Trainingsformen sind der Schlüssel zum Erfolg– immer unter der Zielsetzung, dass ein Gruppentraining motivierender, effektiver und wirtschaftlicher ist. Das Hauptziel ist eindeutig: Geld mit Functional Training zu verdienen. Hier sind drei Dinge notwendig:

  1. Die Person, die hinter dem Konzeptsteht und dafür verantwortlich ist
  2. Ein in erster Linie kundenorientiertesund qualitätsorientiertes TrainingsundMotivationskonzept
  3. Die Marketingstrategie inklusive Neueröffnungund nachhaltigem Erfolg

Ein unerschlossener Marktmit viel Potenzial

Wir müssen uns die Frage stellen, wie die Zielgruppe für Functional Training aussieht. Denn Fakt ist, dass die Trainierenden bis jetzt aus allen verschiedenen Bereichen kommen und schwer zu definieren sind. Zwar ist der klassische CrossFit-Kunde in ein Schema mit gezielterTrainings- und Intensitätsausrichtung zu packen, jedoch ist die Gruppe der Functional-Training-Einsteiger mit klassischen Werbemaßnahmen schwer zu greifen. Denn es gibt eine riesige Zielgruppe am Markt, die bisher nicht angesprochen wurde und somit noch keine Lösung gefunden hat, sonst würde der Markt rund um FunctionalTraining nicht so intensiv wachsen.

Es stellt sich also die Frage: Wie bekomme ich diese Zielgruppe in meinen Club? Diese Zielgruppe ist anders als der klassische Fitnesskunde! Sie spricht eine andere Sprache. Sie will Teil einer Community sein, die nicht nur im Studio, sondern auch online Spaß in der Gruppe hat. Sie will Trainingsqualität statt nur -intensität. Sie will zwar Gesundheit– aber eine Zielgruppe mit Emotionen, die gewinnen Sie nicht mit einem Anamnesebogen.

Zurückblickend ist festzustellen, dass das funktionelle Training – in der Physiotherapie ergänzt durch Funktionsgymnastik– mittlerweile auf allen Levelsund mit großen Qualitätsunterschieden angeboten wird. Das ursprünglich betreute Training hat sich in den letzten Jahren mit Spannung, Energie und Power zu einer neuen Dimension in der Fitnesswelt entwickelt. Es besteht ein starker Sog am Markt für spezialisierte Anbieter. Die Philosophie des „ganzheitlichen Trainings“ ist die logische Folge neuester Erkenntnisse der Trainingswissenschaft und Rehabilitation. Ebenso die Methode im Bereich der Leistungssteigerung. Sie entspricht den gesellschaftlichen Trends „Individualisierung“,„Natürlichkeit“, „Connectivity“ und dem„Lifestyle of Health and Sustainability“.

Sind „Selbstbedienungs-Klettergerüste“ die Zukunft?

Zwar ist es verlockend, einen „Spielplatzfür Erwachsene“ mit wenig Aufwandund Personal anzubieten. Doch dieser„Selbstbedienungsladen“ funktioniert nur sehr kurzfristig. Es ist keine Nachhaltigkeit gegeben. Jeder macht, was er will, egal ob richtig oder falsch – auf Kosten der Gesundheit und einer eher minderen Trainingsqualität. Der Trainingserfolg bleibt aus, die Motivation sinkt. Kundenbindung? Fehlanzeige!

Und schließlich kündigt das Mitglied. An dieser Stelle wieder die Frage an Sie: Was wollenSie mit Functional Training erreichen?

Be part of it!

Marktanalysen zeigen auf, dass in dennächsten drei Jahren nahezu alle Fitnessclubs in irgendeiner Form Functional Training anbieten werden. Egal ob wettkampforientiert, als Gesundheitsspezialist oder als zusätzliches Angebot.G roße Ketten haben das erkannt und rüsten auf. Firmen wie z.B. Fitness First verändern aktuell ihren Marktauftritt hin zum Functional Training und bauen Gerätetrainingsflächen großräumig um. Auch im Discountsektor gehört es zumStandard, Functional-Training-Flächen anzubieten. Besonders Qualitätsclubs können sich dieser Entwicklung daher nicht entziehen. Sie als Fitnessunternehmer sollten jetzt handeln, denn sonst macht das Ihr Mitbewerber! 

Diesen Artikel finden Sie in der body LIFE 6/17, geschrieben von

Jessica Mumdey | ist im Sales & Marketing Management von Greinwalder & Partner tätig. Sie war und ist aktive Sportlerin und hat ein Faible für Functional Training. Bei Greinwalder & Partner unterstützt sie das Projektteam des FT-Clubs im Bereich Kommunikation, Events und Marketing.

www.greinwalder.com

jessica.mumdey@greinwalder.com

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