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Rehabilitationssport im eigenen Fitnessclub anzubieten, kann durchaus sinnvoll sein, wenn einige Regeln beachtet werden. Der Weg dahin ist nicht leicht und bedarf einer guten Vorbereitung sowie des direkten Kontakts zu Kostenträgern.

Das Angebot von Rehabilitationssport diente vor zehn Jahren noch dazu, die Zielgruppe der Senioren zu erreichen. Heute bieten viele gesundheitsorientierte Fitnessanlagen, Physiotherapiepraxen und Therapiezentren in Krankenhäusern Gesundheitssport zur Rehabilitation an. Der Erfolg lässt sich an den steigenden Teilnehmerzahlen ablesen: der Gesundheitssport zählt neben dem Discountbereich zu dem am stärksten wachsenden Bereich.

Wirrwarr von Angeboten
Die wachsende Nachfrage hat auch das Angebot erhöht. Dieses Wachstumspotenzial zieht leider jedoch immer mehr schwarze Schafe an. Sie bieten Rehabilitationsport mit einer fragwürdigen Qualität an. Das Ergebnis sind sogenannte Audits der Behindertensportverbände und Kostenträger. Solche allgemeinen Untersuchungsverfahren zur Qualitätskontrolle werden wegen zunehmender Beschwerden der Teilnehmer immer öfter durchgeführt. Hinzu kommt, dass sich die Angebote mittlerweile je nach Standort völlig unterschiedlich entwickelt haben. Die einen sind sehr erfolgreich, die anderen weniger bis gar nicht. Bei den weniger Erfolgreichen mangelt es an der Bereitschaft, sich genau zu positionieren, und an dem Willen, gute Rehabilitationsmaßnahmen zu entwickeln. Das Thema Qualitätssicherung wird deshalb zunehmend wichtiger. Qualität bedeutet dabei nicht nur, dass der Übungsleiter über das entsprechende Fachwissen verfügt, sondern auch, dass bestimmte Spielregeln beachtet werden. Dabei geht es insbesondere um einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Patienten.

Der Einsatz kann sich lohnen
Rehabilitationssport in einen Fitnessclub zu integrieren ist keine leichte Aufgabe. Die Vergütung beim Rehabilitationsport ist nicht besonders üppig, die zu erbringenden Leistungen sind dafür aber besonders personal- und kostenintensiv. Auch die Verwaltung und die Abrechnung sind zu Beginn aufwändig. Daher ist das struktu-rierte Vorgehen eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg. Gesundheitssport kann sich allerdings rechnen, wenn man dadurch bisher ungenutzte Kapazitäten beim Personal und den Räumlichkeiten besser nutzt; Umsatzrenditen von 50% sind möglich. Bedenken Sie dabei auch die Fixkostendegression. Jede Stunde, in der Mitarbeiter untätig herumsitzen oder der Kursraum leer steht, kostet Geld. Bei der Einführung sollten Sie sich allerdings professionelle Hilfe holen. Schulen Sie die Mitarbeiter für die Aufgaben. Zusätzlich sind besondere Trainingsregeln zu beachten. Auch die gezielte Ansprache der Kunden für diese Gesundheitsleistungen sollte genau geplant sein. Dabei geht es auch um eine bedarfsorientierte Beratung. Bei der Auswahl der Rehabilitationsmaßnahmen sollten Sie immer die praktische Umsetzung im Auge behalten. Zu guter Letzt ist auch das regionale Marketing anzupassen. Ganz entscheidend ist aber der Kontakt zu den Kostenträgern.

Kostenträger aktiv informieren
Kooperationen mit Ärzten, Krankenkassen, Krankenhäusern, Physiotherapiepraxen und Rentenversicherungsträgern sind das A und O, um im Rehabilitationssports erfolgreich zu sein. In einer Erhebung der Beratungsfirma dostal & partner Managementberatung wurde festgestellt, dass über die Hälfte der Teilnehmer am ersten Gesundheitsmarkt (Krankenkassen, Ärzte, Krankenhäuser) auf der Suche nach Kooperationen sind. Sie müssen also nur in Kontakt treten. Wenn ihre Leistungen stimmen, dann ist es gar nicht so schwer, den Fuß in die Tür zu bekommen.

Autor: Bernd Schranz

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