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Trends bei Herzsport und Seniorensport sollten genauso präsent sein wie sportmedizinische Aspekte bis hin zu Risikosportarten oder Leistungsdiagnostik. Im Rahmen der therpaie Leipzig (21.-23. März) findet speziell zu diesen Themen ein interessantes Kongressprogramm statt.

Insbesondere in den Bereichen Orthopädie, Neurologie und auch Herzsport, so Ludger Elling, Geschäftsführer der DBS-Akademie GmbH des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) sei der Trend zum Rehasport ungebrochen, die Nachfrage extrem hoch. Um die sieben Prozent liege allein das jährliche Mitgliederwachstum beim DBS - mit über 5.800 Vereinen und rund 620.000 Mitgliedern einer der weltweit größten Sportverbände für Menschen mit Behinderung. "Für Physio- und Sporttherapeuten, aber ebenso für Ärzte, Sportvereine oder Fitnessstudios ergeben sich hier zunehmend Chancen, ihr Betätigungsfeld zu erweitern oder Kooperationen einzugehen", betont Elling.

Rehasport im Studio
Dabei brauche es zum Start einer Rehasportgruppe keine übermäßigen Investitionen. Schon mit Kleinstgeräten und Alltagsmaterialien können attraktive Angebote für Senioren mit Herz- oder Gelenkproblemen, Osteoporose, Diabetes mellitus und anderen Beschwerden gestaltet werden. Der Praxisworkshop Herzsport und Seniorensport (22. März, 9.30 bis 12.30 Uhr) stellt dar, wie gut sich unter anderem Alltagsmaterialien für Bewegungsspiele eignen - und dass sich sogar Taschentuchpackungen, Zeitungen oder Kochlöffel zu "Sportgeräten" umfunktionieren lassen. Doch es gibt auch Voraussetzungen, die bei der Arbeit mit den Senioren erfüllt werden müssen: "Beim vom Arzt verordneten Rehasport müssen ein zertifizierter Verein sowie ein Übungsleiter B-Rehasport an Bord sein, bei Herzsportgruppen außerdem ein Arzt mit Notfallkoffer plus Defibrillator", erklärt Ludger Elling. Training an Großgeräten sei nicht zugelassen - mit Ausnahme von Fahrradergometern beim Herzsport. Insgesamt seien die Voraussetzungen überschaubar. "Oft gründen Fitnessstudios, Physio- oder Sporttherapeuten selbst einen Verein - oder arbeiten zusammen. Dabei profitieren alle, denn sie können neue Kunden gewinnen. Schließlich soll es nicht bei den verschriebenen Rehasportstunden bleiben, sondern dauerhaft Spaß an Bewegung entstehen."

Leistungsgrenzen analysieren
Für einen besser an Alter und Trainingszustand angepassten Sport plädiert Professor Christoph Josten, Direktor der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig: "Viele Menschen versuchen sich durch Sport einen Kick zu geben und bewegen sich dann in Disziplinen mit großem Verletzungsrisiko - ob Rennradfahren, Skaten oder Snowboarden. Sie überschätzen ihren Trainingszustand und ihre technischen Spielräume." Im Rahmen des Symposiums Sportmedizin (22. März, 15 bis 18 Uhr) wird er über "Risikosportarten therapie Leipzig Zwischen dem 21. und 23. März 2013 erwartet Physio- und Sporttherapeuten, Ärzte, Sportmediziner, Sportwissenschaftler sowie Trainer und Übungsleiter Rehaund Gesundheitssport auf der therapie Leipzig ein umfassendes Informations- und Fortbildungsangebot speziell ausgerichtet auf die Zielgruppe Senioren. Infos: www.therapie-leipzig.de - Grenzen und Möglichkeiten" berichten. Gerade Sportler über 50 Jahre sollten ihre Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen, unterstreicht Professor Josten: "So mancher ist zu ehrgeizig und übernimmt sich, denn mit steigendem Alter sinkt die Reaktionsfähigkeit, sind Sehvermögen und Reflexe nicht mehr so gut (...)" Ärzte und Therapeuten sollten ihre Patienten deshalb gezielt nach sportlichen Aktivitäten fragen und untersuchen, ob der körperliche Zustand dem angemessen ist. Zudem könne auf eventuelle Gefahrenmomente hingewiesen, eine geeignete Alternative oder ein angepasstes Trainingsprogramm empfohlen werden, so Josten. Physiound Sporttherapeuten, Rehazentren und Fitnessstudios unterbreiteten ja bereits Angebote, die auf Herausforderungen bestimmter Sportarten vorbereiten.

Weiterführende Infos: www.therapie-leipzig.de

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