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Fotos: Patrick Arntzen
Fotos: Patrick Arntzen

Rund 7.000 Mitarbeiter sind am Firmenstandort von Evonik in Marl beschäftigt – Tendenz steigend. Seit rund eineinhalb Jahren können diese in der neu geschaffenen, lichtdurchfluteten, ca. 1.000 Quadratmeter großen Halle Ballsportarten wie Fuß-, Basket-, Volley- und Handball sowie Hockey und Badminton spielen. Für die Fitnessfans steht außerdem ein Gymnastikbereich und im Obergeschoss ein Fitnessstudio zur Verfügung, in dem unter anderem zahlreiche Gesundheitskurse im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung von Evonik durchgeführt werden. „Die Betriebliche Gesundheitsförderung wird immer wichtiger. Deshalb haben attraktive Sportangebote 

bei Evonik einen sehr hohen Stellenwert. Wir wollen die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten und verbessern“, erklärte Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries, bei der Einweihung des Sportparks.

Welche Ziele die Evonik-Verantwortlichen mit dem Sportpark verfolgen und wie vielfältig die Aufgaben für den Betreiber, das CITY FITNESS und Gesundheitszentrum sind, darüber sprach body LIFE mit Patrick Arntzen und Herbert Rusch, Geschäftsführer des CITY FITNESS Gesundheitszentrum sowie Michael Appel, Clusterleister Gesundheitsmanagement Evonik.

Patrick Arntzen und Herbert Rusch, Geschäftsführer
Patrick Arntzen und Herbert Rusch, Geschäftsführer

Interview mit Patrick Arntzen und Herbert Rusch

body LIFE: Herr Arntzen, Herr Rusch, das CITY FITNESS betreibt den Sportpark in Marl. Wie kam der Kontakt mit Evonik damals zustande?

Patrick Arntzen, Herbert Rusch: Im Sommer 2016 hatten wir erfahren, dass Evonik am Standort Marl eine neue Sporthalle inklusive Fitnesspark für seine Mitarbeiter errichten will. Daraufhin haben wir uns mit unserem BGM-Konzept beworben und bemüht, hier als Betreiber dieser Einrichtung für Evonik tätig werden zu können. Im Rahmen der Ausschreibung hatten wir dann schließlich die Möglichkeit bekommen, unser Konzept unterschiedlichen Entscheidern zu präsentieren. Wir sehen uns als Partner des werksärztlichen Dienstes.

body LIFE: Warum, glauben Sie, haben Sie und Ihr Konzept den Pitch um diesen Auftrag von Evonik letztendlich gewonnen?

Patrick Arntzen, Herbert Rusch: Zum damaligen Zeitpunkt gab es bereits Verbindungen zum Chemiepark, da bereits einige Mitarbeiter von uns im Konzern Bewegung am Arbeitsplatz durchgeführt haben. Auch hatten wir mit der Viactiv einen gesetzlichen Krankenkassenanbieter als Kooperationspartner. Über die Viactiv liefen zum damaligen Zeitpunkt einige Bewegungsprogramme, die wir als Dienstleister vor Ort als auch in unseren anderen Einrichtungen durchführen konnten. Im Wesentlichen ging es Evonik aber darum, ein nachhaltiges Konzept für alle Mitarbeiter umzusetzen – und hier konnten wir anscheinend die richtigen Akzente setzen.

body LIFE: Für welche Aufgaben zeichnen Sie als Betreiber des Sportparks in Marl konkret verantwortlich?

Patrick Arntzen, Herbert Rusch: Das Thema „BGM“ ist ja sehr breit und als Betreiber der Präventionseinheit kümmern wir uns natürlich um die klassischen Themen bei den Mitarbeitern, wie zum Beispiel „Rücken- und Gelenksbeschwerden“, „Gewichtsmanagement“, „Stress“ und „Allgemeine Fitness“. Hier sehen wir uns auch als Partner des werksärztlichen Dienstes. Ziele von Evonik sind eine verbesserte Identifikation der Mitarbeiter mit dem Konzern, erhöhte Produktivität, weniger Krankheit durch zufriedene Mitarbeiter, also eine gesunde Work-Life-Balance, wie man so schön sagt!

body LIFE: Welche Ressourcen müssen Sie als Betreiber des Evonik Sportpark zusätzlich zum Studiobetrieb in Recklinghausen aufbringen? 

Patrick Arntzen, Herbert Rusch: In erster Linie mussten wir hier ein komplett neues, eigenständiges Mitarbeiterteam aufbauen, das den Anspruch von Evonik durch eine hohe fachliche Qualifikation erfüllt. Sämtliche ausstattungstechnischen Investitionen wurden in Anlehnung an unser BGM-Konzept durch Evonik realisiert, sodass wir hier finanziell kaum eigene Ressourcen in Anspruch nehmen mussten.

body LIFE: Wo genau liegen für Sie als Betreiber die Unterschiede zwischen dem Betrieb des Sportparks in Marl und dem Betrieb des CITY FITNESS Gesundheitszentrums?

Patrick Arntzen, Herbert Rusch: Die Motivation zum Fitnesstraining sowie die gesundheitlichen Beschwerden der Evonik-Mitarbeiter sind die gleichen wie die der Kunden im CITY FITNESS. Der größte Unterschied liegt hier im Wettbewerb. Wir bewegen uns nicht in einem Verdrängungsmarkt, wo wir uns um Konkurrenz, Marketing, Positionierung, Preise etc. Gedanken machen müssen. Aufgrund der teilweisen Kostenübernahme durch den Arbeitgeber entsteht für den Evonik-Mitarbeiter nur ein sehr geringer Eigenanteil zum Monatsbeitrag und selbst dieser wird noch zum Teil von einigen gesetzlichen Krankenkassen subventioniert. 

body LIFE: Ziel vieler Fitness- und Gesundheitsanlagenbetreiber ist es, ähnliche Partnerschaften im BGM-Bereich zu schließen. Die Umsetzung fällt vielen häufig bis dato noch schwer. Welche konkreten Tipps können Sie geben?

Patrick Arntzen, Herbert Rusch: Niemals aufgeben und sich auf seine Stärken konzentrieren. Wir haben auch vor Evonik bereits mit einigen mittelständischen Unternehmen „BGM“ durchgeführt. Unser Konzept war in der Grundidee eigentlich immer identisch. Es hat sich natürlich im Laufe der Jahre durch unsere eigenen Erfahrungen immer weiterentwickelt zu dem, was es momentan ist, und angepasst an die steuerlichen, gesundheitsmarktrelevanten und politischen Entwicklungen. 

body LIFE: Vielen Dank für das Interview

Michael Appel, Clusterleiter Gesundheitsmanagement Evonik. Fotos: Patrick Arntzen
Michael Appel, Clusterleiter Gesundheitsmanagement Evonik. Fotos: Patrick Arntzen

Interview mit Michael Appel

body LIFE: Herr Appel, was erhofft man sich seitens Evonik von der Investition in den Sportpark in Marl?

Michael Appel: Durch die Errichtung des Sportparks haben wir ein modernes Zentrum für Bewegung, Prävention, gemeinsames Aktivsein und Sportkultur geschaffen. Unser Ziel ist es, bereits sportlich interessierten Mitarbeitern die Möglichkeiten zu geben, sich dort optimal entfalten zu können, gemeinsam mit Kollegen Spaß am Sport zu haben. Andere möchten wir für Bewegung begeistern und dazu einladen, aktiv zu werden. Als moderner und innovativer Konzern möchten wir Betriebliche Gesundheitsförderung leben und nicht nur darüber sprechen. Auch die Verbindung von Beruf und Familie ist eine sehr große Herausforderung, bei der arbeitsplatznahe Freizeitmöglichkeiten gute Lösungen bieten. Wir haben bereits verschiedene andere Ansätze im Gesundheitsmanagement – der Sportpark ergänzt hier unser Angebot optimal.

body LIFE: Bei der Suche nach einem geeigneten Partner, der „das Gym“ betreiben soll – worauf haben Sie am meisten Wert gelegt und worauf haben Sie am meisten geachtet?

Michael Appel: Unser Ziel war es, möglichst viele Mitarbeiter für Bewegung zu begeistern. Es war und ist uns bei der Erreichung dieses Ziels wichtig, einen kompetenten Partner an unserer Seite zu haben. Dabei haben wir darauf Wert gelegt, dass wir Betriebliche Gesundheitsförderung umsetzen und wir ein gleiches Verständnis der „Philosophie“ haben. Es geht uns darum, fitte und aktive, letztlich möglichst gesunde Mitarbeiter zu haben. Wichtig war es, dass unser Partner mit den Kolleginnen und Kollegen eine valide Diagnostik vor Beginn des Trainings erstellt. Dass gemeinsam Ziele definiert und die Mitarbeiter auf ihrem Weg begleitet, beraten und betreut werden. Nur so kann man eine nachhaltige Veränderung erreichen. Dabei ist die Bewegung ein Element – daneben spielen aber Wissen z.B. über gesunde Ernährung, aber auch die Psyche eine sehr wichtige Rolle. Wir haben einen Partner gesucht, der in allen genannten Bereichen Kompetenzen und Erfahrungswerte hat. So bieten wir neben dem begleiteten Training auch umfangreiche Kurse einschließlich Yoga, aber auch Seminare zur Ernährungsberatung an. Wir haben auf die Qualifikationen der Mitarbeiter unseres Partners geachtet. So ist permanent mindestens ein Sportwissenschaftler auf der Trainingsfläche Ansprechpartner. Der Betreuungsschlüssel wurde ebenfalls gemeinsam definiert, sodass zu jedem Zeitpunkt ausreichend viele Trainer und Coaches die Trainingsfrequenzen unserer Mitarbeiter begleiten.

body LIFE: Rund 8,5 Millionen Euro hat Evonik in den Sportpark in Marl investiert. Ab wann und inwiefern wird sich diese Investition für das Unternehmen lohnen?

Michael Appel: Diese Investition zahlt auf diverse Ziele des Konzerns ein. Wir sind davon überzeugt, dass uns der Sportpark bei der Attraktivität als Arbeitgeber hilft. Insoweit ist ein solches Angebot auch in Hinblick auf Themen wie „Employer Branding“ nicht außer Acht zu lassen. In erster Linie leben wir hier aber Betriebliche Gesundheitsförderung. Aktive Mitarbeiter sind in einem dynamischen Arbeitsumfeld belastbarer und mit mehr Energie und Spaß bei der Arbeit. Auch mit Blick auf den demografischen Wandel müssen wir als Konzern die Mitarbeiter unterstützen. Diese sind hochqualifiziert und spezifisch eingearbeitet. Wir möchten ihr Know-how natürlich im beidseitigen Interesse lange und optimal nutzen. Die große Turnierhalle wird regelmäßig von unseren Betriebssportgruppen genutzt. Wir können dort und in einer weiteren Halle Kurse mit großen Gruppen abbilden und auch Hallenturniere durchführen. Das Gym hat in kürzester Zeit eine sehr große Akzeptanz gefunden; die Kolleginnen und Kollegen sind mit Begeisterung und Freude dabei. Die Rückmeldungen der Mitarbeiter sind durchweg positiv. Wir können den Sportpark bereits als eine Erfolgsstory bezeichnen.

body LIFE: Vor knapp eineinhalb Jahren wurde der Sportpark in Marl eingeweiht. Gibt es erste Ergebnisse, die Entwicklung und Erfolg des Projekts dokumentieren?

Michael Appel:  Ja, die gibt es. Wir sind mit der Entwicklung hochzufrieden, ruhen uns aber darauf nicht aus. Wir arbeiten ständig an der Weiterentwicklung unserer Angebote, nehmen Innovationen, aber auch Trends mit in unsere Konzepte auf.

body LIFE: Bei Evonik wird dem Thema „BGF“ große Aufmerksamkeit gewidmet. Welche konkreten Pläne gibt es für die Zukunft?

Michael Appel: Aktuell arbeiten wir daran, verschiedene Angebote auch in die Betriebe zu tragen. Wir können uns vorstellen, in Rücksprache mit allen Beteiligten Informationen und Angebote unmittelbar in die Arbeitsebene der Mitarbeiter zu bringen. Hier planen wir verschiedene Aktionen. 2018 werden wir am Standort eine Physiotherapie anbieten. Das Thema „Gesunde Ernährung“ wird ebenfalls im Fokus stehen. 

body LIFE: Vielen Dank für das Interview

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