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(Foto: Stasique Leaders/shutterstock.com)

Berater und Coaches in der Fitnessbranche bekommen oft zu hören, dass neue Mitarbeiter nicht mehr so belastbar seien oder das Studio jeden Monat einen anderen Studioleiter habe. Ist da etwas Wahres dran oder ist es nur Zufall? Recherchen zu diesem Thema ergaben, dass sich in den letzten 30 Jahren einiges in Bezug auf Mitarbeiter und die Führung von Fitnessanlagen verändert hat.

Anfangs war der Job in einem Fitnessstudio weder ein Lehrberuf noch konnte man studieren. Die Menschen, die Clubs betrieben, waren ausschließlich leidenschaftsgetrieben und damit auch im permanenten Einsatz für Kunden, Team und Anlage. Die Mitarbeiter waren Quereinsteiger, die leidenschaftlich gerne Fitnesstraining oder Sport machten. Die Arbeit des Trainers war cool und in den meisten Fällen eher ein Nebenjob.

"Fitness" wurde zum Beruf

Mit dem Aufkommen von Fitnessstudios, stiegen alle Erwartungen. Zum einen von den Menschen, die als Azubis anfingen, zum anderen aber auch an die Ausbilder. Drei Jahre, um einen Beruf zu lernen, der bisher nicht zu lernen war. Drei Jahre und mehr, wenn man studiert, um einen Beruf zu erlernen, mit dem man Menschen helfen, unterstützen und motivieren kann. Grundsätzlich eine wunderbare Idee und - verglichen mit allen Ausbildungs- und Studienberufen, die es gibt - ein passendes Konzept.

Die Realität

Umfragen und Tests ergaben ein etwas anderes Bild vieler Ausbildungen. Auszubildende und Studierende müssen laut eigenen Angaben teilweise nach einem Monat im Fitnessstudio den Arbeitsalltag allein meistern. Sie werden an alles kurz herangeführt mit der Hoffnung, dass es verstanden wurde und direkt umgesetzt werden kann.
Kurzer Exkurs: Stellen Sie sich einmal vor, Sie kommen in eine Zahnarztpraxis und die Helferin, die seit einem Monat als Auszubildende arbeitet, möchte Ihre Zähne "bearbeiten". Sie würden wahrscheinlich gehen?!
Selbstverständlich können Auszubildende und Studierende schon recht schnell allein viele Aufgaben in der Fitnessanlage übernehmen und erledigen. Voraussetzungen dafür sind klar definierte Aufgaben und ein Studioleiter, der als Leader agiert.

Der Studioleiter hat die Aufgabe, das Team so emotional und klar zu leiten, dass sich alle Mitarbeiter wohlfühlen und voneinander profitieren können (Foto: yuttana Contributor Studio/shutterstock.com)

Braucht ein Team überhaupt einen "Häuptling"?

Die Antwort ist eindeutig: ja - aber eben nicht in seiner ehemaligen Ausprägung nach dem Motto "Der Chef ist der absolute Bestimmer", sondern: Gebraucht werden Studioleiter, die Menschen anleiten, autonom, selbstverantwortlich und leidenschaftlich zu arbeiten. "Vorbild" ist hierbei das Zauberwort. Vorbilder geben Sicherheit und Vertrauen, der Studioleiter sollte als Vorbild der Mitarbeiter agieren, denn dadurch arbeiten alle entspannter und sicherer, da sie sich auf den Leiter und dessen Anweisungen verlassen.
Der Studioleiter kennt alle Abläufe, kennt die Wege der Kunden, kennt die Organisation der Anlage, hat Zugang zu allen Mitarbeitern und agiert als Teamentwickler. Er ist verantwortlich für den Erfolg der Anlage und kann daher vorausschauend arbeiten.
Ein Studioleiter muss offen kommunizieren, offen Feedback geben und auch selbst offen für Kritik sein, da die Gefahr besteht, dass falsche Informationen weitergegeben werden. Zeitgemäßes Führen bedeutet heutzutage, schnell zu agieren, zu motivieren und ein wenig zu kontrollieren. Die Kunst besteht darin, über die technischen Kanäle hinweg eine emotionale Bindung zu schaffen. Dank der Digitalisierung verändern sich alle Kommunikationswege. Informationen, die früher einige Tage dauerten, bis sie beim Empfänger waren, sind heute in wenigen Sekunden übermittelt. Diese Tatsache verändert auch das Leiten einer Fitnessanlage. Es beginnt bei der Datenaufnahme der Kunden, geht über die Erfassung der Trainingsdaten und hört bei den sozialen Netzwerken noch lange nicht auf.

Das Team erfolgreich führen

Lange Zeit war man der Meinung, dass Studioleiter Stärke und Macht zeigen müssen. Früher stand eine klare Linie im Fokus. In der heutigen Zeit kommt durch verschiedene Generationen, die miteinander arbeiten, eine andere Energie in die Studioteams. Der Studioleiter hat demnach die Aufgabe, das Team so emotional und klar zu leiten, dass sich alle Mitarbeiter wohlfühlen und auch voneinander profitieren können.
Ein Leadershiptraining bedeutet, dass der Studioleiter lernt, mit verschiedenen Mitarbeiterpersönlichkeiten umzugehen, sich selbst einschätzen zu können, Aufgaben fair zu verteilen und mit Wertesystemen zu erarbeiten. Studioleiter können dann die große Verantwortung übernehmen, wenn sie sicher im Job sind, ein sicheres Auftreten und gute Menschenkenntnis haben. Wenn sie lernen, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich alle frei bewegen und arbeiten können. Der Rahmen schafft Vertrauen und Stabilität. Ein Leadershiptraining fördert die Studioleiter in der Beherrschung all dieser Aufgaben.

Fazit

Ein Studioleiter hat viele Aufgaben zu bewältigen. Bekommt er die Chance, sich und sein Team zu entwickeln, entsteht ein erfolgreiches Team.

Kirsten Dehmer ist spezialisiert auf „Erfolg mit Umgangsformen und Körpersprache!“ und setzt bei ihren Seminaren die neuesten Erkenntnisse ein, um in kürzester Zeit zu zeigen, wie einfach und sicher man mit Menschen und deren Bedürfnissen umgehen kann.

Infos: koerper-wirkung-image.de und fitforfacts.de

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