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(Foto: TTL media/shutterstock.com)

Der Engpass der Zukunft heißt für viele Qualitätsanbieter nicht Kunde, sondern Mitarbeiter. Wie schnell neue Kräfte gefunden und zu Top-Performern entwickelt werden können, wird für Betreiber von Pre­miumclubs zum wesentlichen Erfolgsfaktor. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die mittlere Führungsebene, die sogenannten Bereichsleiter, für die digitales Lernen in Zukunft der Schlüssel zum Erfolg sein könnte.

Der Druck auf die Qualitätsanbieter der Branche wächst! Während günstige Mitbewerber durch innovative Designkonzepte und ein modernes Trainingsangebot punkten, bleiben die Kundenerwartungen für eine hochwertige Dienstleistung beim teureren Premiumstudio oft unerfüllt. "Ich finde einfach keine guten Mitarbeiter, die auch einmal mitdenken und im Sinne meines Unternehmens handeln!", klagt der Betreiber eines Studios und ergänzt: "Wenn ich einen Mitarbeiter ausgebildet habe, dann ist er auch schon wieder weg. Insbesondere die Bereichsleiterpositionen bleiben unbesetzt oder werden aus der Not heraus einfach durch den besten Mitarbeiter des Bereiches begleitet - aber ohne jegliche Führungsqualifikation!" Dabei steckt genau hier das Potenzial für das Qualitätssegment. Wagen wir also einmal einen genauen Blick in die digitale Zukunft der Bereichsleiterposition.

Einstellung von Mitarbeitern

Über die Stellenausschreibung in den sozialen Netzwerken, die eigene Bewerberseite auf der Website oder das interne "Mitarbeiter werben Mitarbeiter"-Programm erreichen den Bereichsleiter Anfragen von Menschen, die ihre berufliche Zukunft in der Fitness- und Gesundheitsbranche sehen. Welche Bewerber eingeladen werden, stimmt er eng mit seinem Studioleiter ab; das E-Learning zum Bewerbungsgespräch gibt ihm die notwendige Sicherheit, die richtigen Fragen zu stellen. Zwar ist sein Vorgesetzter beim Treffen mit dem Bewerber ebenfalls anwesend, allerdings nur als Beisitzer. "Die Verantwortung zu tragen, mir die Mitarbeiter meines Teams selbst auswählen zu dürfen, motiviert mich und macht die Position für mich interessant!", denkt der Bereichsleiter.

Paradigmenwechsel bei der Einarbeitung

Bereits mit Unterschrift des Arbeitsvertrages hat der neue Mitarbeiter seinen Zugang zur E-Learning-Akademie erhalten, damit er sich auf seine Stelle vorbereiten kann. In kurzen Videosequenzen verinnerlicht er die wichtigsten Kernaufgaben, unter anderem den Walk-in eines Interessenten, das Beschwerdegespräch mit Mitgliedern sowie den Verkauf von Zusatzprodukten. Hierbei handelt es sich um die Aufgaben, die direkt auf die Unternehmensziele "Neukunden", "Kundenbindung" und "Zusatzerlöse" einzahlen. Die Zertifikate der Online-Prüfungen gibt er am ersten Arbeitstag beim Bereichsleiter ab. "Ein toller Filter!", denkt der Bereichsleiter. "Bevor ich meine Zeit investiere, ist der Bewerber mit dem E-Learning in Vorleistung gegangen. So muss das sein und ich erkenne gleich, bei wem meine Zeit sinnvoll investiert ist!"
Der erste Arbeitstag findet außerhalb des Kundenkontaktes statt. In Coachings und Rollenspielen wird das Wissen, das der neue Mitarbeiter durch das E-Learning aufgenommen hat, zur Anwendung gebracht. Erst wenn die Kernprozesse sitzen, beginnt die Einarbeitung "on the job", bei der auch die vielen organisatorischen Aufgaben eine Rolle spielen. "Durch diese Trennung hat der neue Mitarbeiter genau verstanden, was seine wichtigsten Aufgaben sind, und kann von Beginn an produktiv sein, statt wochenlang mitzulaufen, wie es früher der Fall war", zeigt sich der Bereichsleiter begeistert.

Individuelle Mitarbeiter­entwicklung

Während früher viele Meetings und interne Fortbildungen veranstaltet wurden, findet die Qualifikation der Mitarbeiter heute weitestgehend im 1zu1 statt. Rund 10 Prozent ihrer Arbeitszeit investiert die Führungskraft in die Einarbeitung und Entwicklung ihres Teams. Diese Zeit ist ausreichend, weil der Wissenserwerb mittels E-Learning bereits vor dem Coaching über das Smartphone stattgefunden hat. In halbstündigen Kursen vermitteln Experten das relevante Wissen zu den Produkten und Angeboten des Clubs sowie zu den wichtigen Abläufen. Dies gibt dem Mitarbeiter Sicherheit und dem Bereichsleiter die notwendige Effizienz, denn auch er ist im operativen Tagesgeschäft stark gefordert und kann sich nicht ausschließlich um sein Team kümmern.
Mit jedem Mitarbeiter erarbeitet die Führungskraft einen individuellen Entwicklungsplan für die kommenden zwölf Monate. Dabei wird pro Monat jeweils ein Schwerpunkt vom Mitarbeiter selbst ausgesucht und ein weiterer vom Bereichsleiter bestimmt, sodass insgesamt 24 Themen im kommenden Jahr fokussiert werden. Der Mitarbeiter darf entscheiden, welche E-Learning-Kurse er in welchem Monat absolviert. Wichtig ist nur, dass er das Zertifikat der Online- Prüfung bis zum Monatsende bei seinem Vorgesetzten abgibt. Dieser ist wiederum dafür verantwortlich, dass er jedes Zertifikat durch ein kurzes Coaching oder "Training on the job" überprüft und so die Anwendung des Wissens im Kundenkontakt sicherstellt. Dies sorgt auch dafür, dass der Mitarbeiter das E-Learning mit der notwendigen Sorgfalt und Ernsthaftigkeit absolviert. "Mein Team entwickelt sich so permanent weiter und niemand bleibt stehen!", zeigt sich der Bereichsleiter zufrieden.

Führungskräfteentwicklung mit E-Learning

Auch der Bereichsleiter selbst besitzt einen solchen Jahresentwicklungsplan, den er gemeinsam mit seinem Vorgesetzten - dem Studioleiter - ausgearbeitet hat. Und auch er durfte die Hälfte der Themen selbst aussuchen, was zu einer hohen Identifikation mit den Inhalten führt. "Toll, dass ich mich permanent weiterentwickeln kann!", denkt er und tritt zum Coaching beim Studioleiter an. Heute auf dem Programm: das Erstgespräch bei Fehlverhalten - eines der wichtigsten Mitarbeitergespräche, das er im E-Learning kennengelernt hat und jetzt durch das Coaching mit seinem Chef umsetzen kann. Zwar absolviert auch er E-Learning-Kurse zu den operativen Prozessen im Fitnessstudio, für ihn steht aber die Qualifikation als Führungskraft im Mittelpunkt. Hierzu zählen unter anderem Kurse zur Mitarbeiterführung, Lob und Motivation, Konsequenzen bei Fehlverhalten bis hin zur Durchführung von Entwicklungsgesprächen.

Fazit

  1. Die Führungspositionen gewinnen im qualitätsorientierten Marktsegment an Bedeutung, damit die vom Kunden erwartete Dienstleistung von jedem Mitarbeiter zu jeder Zeit in jedem Gästekontakt erbracht werden kann. Nur über die hochwertige Dienstleistung kann eine spezifische Abgrenzung von den Mitbewerbern erfolgen.
  2. Da die Führungskraft maximal 10 Prozent ihrer Arbeitszeit in die Einarbeitung und Entwicklung ihres Teams stecken kann, muss die Wissensvermittlung außerhalb dieser Zeit erfolgen. Mit E-Learning ist das Expertenwissen permanent verfügbar und der Wissenserwerb durch Online-Prüfungen und Zertifikate belegbar.
  3. Die Inhalte des E-Learnings kommen nur dann im Tagesgeschäft beim Gast an, wenn die Führungskraft auch entsprechende Coachings mit dem Mitarbeiter durchführt. In kurzen Rollenspielen oder im "Training on the job" wird das digital erworbene Wissen emotionalisiert.
  4. Auch die Führungskräfte nutzen E-­Learning zur Weiterentwicklung. Statt operativen Themen steht hier allerdings Fachwissen zur Mitarbeiterentwicklung im Mittelpunkt. Die Führungsposition im Unternehmen wird so attraktiver und auch produktiver.

Yannik Hoenig ist Inhaber der Sportwelt Rosbach. In seinem eigenen Fitnessclub entwickelt er zahlreiche Qualitätsmanagementlösungen, von denen bereits Hunderte Anbieter im gesamten deutschsprachigen Raum mittels E-Learning und E-Consulting nachhaltig profitieren. Er ist der erste Online-Coach der
Fitness- und Gesundheitsbranche.

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