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Interview mit Benjamin Roth, Geschäftsführer Urban Sports Club, und Frank Böhme, Gründer INTERFIT

Ende vergangenen Jahres wurde der Zusammenschluss von Urban Sports Club und INTERFIT bekannt. Im Interview sprechen Benjamin Roth (l.), Geschäftsführer Urban Sports Club, und Frank Böhme (r.), Gründer INTERFIT, unter anderem über die Ziele der Kooperation, anfängliche Skepsis und Sportflatrates als Modell der Zukunft.

body LIFE: Urban Sports Club und INTERFIT gehen gemeinsame Wege. Oder anders gesagt: Aus Kontrahenten werden Partner. Wie kam die Kooperation zustande?

Benjamin Roth: Ziel von Urban Sports Club ist es, das größte Netzwerk für Sport und Wellness in Europa zu werden. Wir befinden uns in einer starken Wachstumsphase und haben bereits mehrere Wettbewerber übernommen und erfolgreich integriert (Fitengo, 99gyms, Somuchmore, FITrate, Anm. d. Redaktion). Mit INTERFIT an unserer Seite haben wir nun erstmalig ein ebenfalls schnell wachsendes Unternehmen im Firmensportsegment als Partner. Wir verfolgen beide denselben Ansatz: Unternehmen ein unschlagbares und vielfältiges Sportangebot für ihre Mitarbeiter an die Hand zu geben. Darüber hinaus ergänzen wir uns hervorragend bei den Zielgruppen, denn das Angebot von INTERFIT war ausschließlich an Firmen adressiert und bewegte sich damit im B2B-Segment, während Urban Sports Club mit B2C begann und erst später in den B2B-Bereich einstieg. Nicht zuletzt komplettieren wir uns auch in der regionalen Abdeckung, denn INTERFIT ist besonders stark in Nordrhein-Westfalen sowie im südlichen Teil Deutschlands aufgestellt und deckt viele mittelgroße Städte ab, in denen wir von Urban Sports Club bislang noch nicht aktiv sind.

Frank Böhme: Gemeinsam stellen wir nun mit über 5.000 Partnerstudios konkurrenzlos das größte Sportangebot Deutschlands. Mit der Aussicht, dass INTERFIT als Teil von Urban Sports Club auch weiterhin national wie international stark expandiert und die größte Kundenbasis aufbaut, sind wir in die Verhandlung gegangen.

body LIFE: Herr Böhme, Sie haben, wie Sie selbst sagen, Urban Sports Club zunächst kritisch gesehen. Was war ausschlaggebend, dass Sie Ihre Meinung geändert haben und dem Zusammenschluss mit INTERFIT zugestimmt haben?

Frank Böhme: Das stimmt, anfangs war ich skeptisch. Ich habe daran gezweifelt, ob durch den ehemals reinen B2C-Ansatz von Urban Sports Club überhaupt ein Mehrwert für die teilnehmenden Studios entsteht und wie hoch die tatsächlichen Zusatzeinnahmen sind. Doch letztendlich bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass das Modell von Urban Sports Club die Zukunft des Sports darstellt. Mich hat besonders beeindruckt, wie Urban Sports Club es geschafft hat, sich als erfolgreicher Anbieter in zwei Marktsegmenten zu etablieren: Nicht nur Mitglieder profitieren davon, sondern auch in besonderem Maße inhabergeführte Unternehmen, die durch den Anschluss an das Netzwerk deutlich erhöhte Verdienstchancen haben. Als Inhaber der Just-Fit-Studios kann ich auf Basis der ersten Wochen der exklusiven Kooperation feststellen, dass die erwartbaren Zusatzeinnahmen in 2019 in sechsstelliger Höhe, wenn nicht sogar darüber liegen.

body LIFE: Herr Böhme, welche Aufgaben werden Sie zukünftig als Beiratsmitglied übernehmen?

Frank Böhme: Nachdem ich nun 17 Jahre lang den Weg meines Unternehmens aktiv gestaltet habe, freue ich mich in Zukunft darauf, es beratend weiter begleiten zu können. Natürlich bringe ich meine gesamte Branchenerfahrung und mein Netzwerk mit ein. Darüber hinaus stehe ich auch als Ansprechpartner für Studiobesitzer, die ebenfalls die Option auf mehr Wachstum durch Urban Sports Club wahrnehmen wollen, zur Verfügung. Somit kann ich als Inhaber der Just-Fit-Studios das Zusammenspiel aus zwei Blickwinkeln betrachten.

body LIFE: Warum sind Sie davon überzeugt, dass Sportflatrates das Modell der Zukunft sind?

Benjamin Roth: Das Modell der Sportflatrates entspricht dem Zeitgeist. Viele Menschen wollen ein aktiveres und gesünderes Leben führen, scheuen aber davor, sich festzulegen oder langfristig zu binden. Sportflatrates ermöglichen durch ihre Vielfalt und Flexibilität, dass Menschen sich in verschiedenen Sportarten ausprobieren beziehungsweise diese nach Lust und Laune auch kombinieren können. Das Ganze nahezu völlig orts- und zeitunabhängig. Frank Böhme: Flexibilität wird immer wichtiger. Deshalb schaffen wir mit dem Zusammenschluss die perfekte Basis für den Sportaggregator der Zukunft. Ich habe bereits viele Modelle – wie etwa auch den angelsächsischen Trend, auf Tageskarten zu setzen – näher betrachtet. Für Fitnessstudios schaffen die Sportflatrates ein kontinuierliches und kalkulierbares Zusatzeinkommen.

body LIFE: Welche konkreten Vorteile haben Studios, wenn sie sich dem Netzwerk anschließen?

Benjamin Roth: In erster Linie profitieren die Studios von Zusatzeinnahmen in oft sechsstelliger Höhe pro Jahr und Club, einer verbesserten Auslastung und dem Erschließen neuer Kundensegmente, wie beispielsweise Firmenkunden und Multisportler. Darüber hinaus binden wir die Studios in unser Marketing ein und erzeugen durch unsere Reichweiten eine höhere Bekanntheit, wie zum Beispiel im Rahmen von TV-Kampagnen.

Frank Böhme: Urban Sports Club unterstützt auch bei der Neukundenakquise. Denn viele Kunden lernen über Urban Sports Club neue Fitnessstudios kennen und legen sich dann nach ein paar Monaten auf ein Fitnessstudio fest, in dem sie dann direkt Mitglied werden. Die flexible Kündigungspolitik von Urban Sports Club macht so etwas möglich.

body LIFE: Herr Roth, was bedeutet der Zusammenschluss mit INTERFIT für Urban Sports Club? Wie sehen Ihre konkreten Ziele aus?

Benjamin Roth: Zunächst werden wir in naher Zukunft knapp 5.000 Partnerstudios unter einem Dach vereinen, die alle mit einer einzigen Mitgliedschaft genutzt werden können. Damit schaffen wir das mit Abstand größte und vielfältigste Sportangebot. Hierzu stehen wir bereits mit allen Studios in direktem Kontakt, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Ziel ist es, innerhalb der kommenden Monate ein einheitliches Angebot für alle Firmen und deren Mitglieder zu lancieren und den Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern weiter auszubauen. Außerdem wächst unser Team, denn die INTERFIT-Mitarbeiter ziehen nun mit dem Kölner Urban-Sports-Club-Team in unser dortiges neues Büro. Mittlerweile sind wir insgesamt über 200 Mitarbeiter an derzeit sieben Standorten in vier, bald fünf Ländern, die an der gemeinsamen Mission arbeiten, Menschen zu einem aktiveren und gesünderen Leben zu inspirieren.

body LIFE: Vielen Dank für das Interview.


Fotos: Urban Sports Club

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