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body LIFE-Unternehmensreport: Fittrack GmbH

Die Fittrack GmbH hat sich auf die Digitalisierung der Trainingsfläche spezialisiert, indem mithilfe eines Sensors alle relevanten Trainingsdaten getrackt werden können, ohne die vorhandenen Trainingsgeräte austauschen zu müssen. Das Unternehmen, das von Nicolas Festl und Maximilian Maurer 2015 gegründet wurde, ist inzwischen erfolgreich am Markt tätig.

Ein Maschinenbau- und ein BWLStudent in der Fitnessbranche. Eine zugegeben ungewöhnliche Kombination. Die Leidenschaft für das Training brachte Nicolas Festl und Maximilian Maurer auf eine innovative Idee: eine Sensorik zu entwickeln, die herstellerunabhängig an bestehende Fitnessgeräte angebracht werden kann und die in der Lage ist, alle relevanten Trainingsdaten an eine App zu übermitteln, um je nach Fortschrittserfolg individuelle Trainingspläne zu kreieren.

Die Entwicklungsphase

„Nicolas und ich haben während des Studiums regelmäßig im Studio trainiert, aber wir waren während des Trainings oft hilflos“, erzählt Maximilian Maurer. Während eines gemeinsamen Kurses an der Universität in Wien kam den beiden Studenten 2014 die Idee, eine Hardware an die Geräte anzubringen, um das Training zu tracken. „Wir waren sofort von der Idee überzeugt und begannen mit der Umsetzung“, sagt Maximilian Maurer. Hierzu entwickelte Co-Founder Bernhard Hackl den ersten Prototyp des Sensors.
Für die Finanzierung des Vorhabens konnten die Fittrack-Gründer Gelder aus Förderprogrammen akquirieren und große Investoren gewinnen. Um ihre Bekanntheit im Fitnessmarkt zu steigern, schloss Fittrack zahlreiche Partnerschaften mit Ketten wie beispielsweise „clever fit“ und „jumpers fitness“ sowie namhaften Herstellern wie beispielsweise Life Fitness. Auf deren FIBO-Stand präsentierte sich das Start-up 2018 – genau wie im kommenden Jahr auch.

Das Fittrack-Modell

Die Sensoren von Fittrack können an jedem Kraft- und Cardiogerät angebracht werden. Hierzu bedarf es keines Umbaus der Geräte, da die Hardware nur ein Addon darstellt. Gewichte, Wiederholungen und Ausführungen werden auf diese Weise automatisch erfasst. Sämtliche erhobenen Daten werden in der Fittrack Cloud gesammelt und im Anschluss an die App oder das Tool für Trainer und Studiomanager ausgespielt. „Wir wollen nicht auf den Daten sitzenbleiben, sondern wir geben die Daten an die Clubbetreiber oder Trainer weiter, die dann darüber entscheiden, wie sie damit umgehen“, sagt Maximilian Maurer.
Alle wichtigen Trainingsinformationen werden in der App gespeichert, sodass der Sportler einen Überblick über den Trainingsfortschritt sowie eine Trainingsbetreuung erhält und Trainingspläne auf Grundlage der Daten erstellt werden können. Mit der App können zudem studiointern Challenges veranstaltet werden, bei denen sich die Trainierenden untereinander messen können. „Während des Oktoberfestes haben wir beispielsweise in einigen Fitnessclubs ein ‚Hantel-Stemmen‘ veranstaltet“, so Maximilian Maurer.
Im „Trainer Tool“ können die Trainer Trainingsplankataloge anlegen und den Sportlern individuelle Trainingspläne zuweisen. Zudem erlaubt das Tool dem Trainer, den Fortschritt der Trainierenden zu verfolgen. „Wir digitalisieren zwar die Trainingsfläche, aber es ist wichtig festzuhalten, dass der Trainer nicht wegrationalisiert wird, sondern er ist wichtiger Bestandteil unseres Systems“, sagt Maximilian Maurer. Das Tool für die Clubbetreiber beinhaltet unter anderem eine Übersicht über die Geräteauslastung. Zudem kann eine Staubildung an oft genutzten Geräten vermieden werden und es werden Bewegungsprofile aufgezeichnet.

Ausblick

Von anfangs drei Studios ist Fittrack inzwischen in über zehn Studios vertreten. „Klar ist, dass wir weiterhin auf der Suche nach Clubs sind, die von der Digitalisierung profitieren möchten“, sagt Maximilian Maurer. Deswegen soll die Zahl der Referenzstudios im Laufe des kommenden Jahres auf 30 bis 40 steigen. Um das komplette Training visualisieren zu können, sollen in diesem Jahr zudem neben den Kraft- und Cardiogeräte auch Plate-loaded-Geräte und Freihantelgewichte abgebildet werden. Darüber hinaus soll auch die Präsenz in der D/A/ CH-Region ausgebaut werden. Gespräche mit Partnern in Israel, der Türkei und Saudi-Arabien sind zudem in Planung.

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