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Fitness Gladiator
Fitness Gladiator

Trampolinparks, Parkour, Hindernisläufe wie Tough Mudder und Muddiator sowie Sendungen wie Ninja Warrior boomen. Ein Trend, der unter anderem auch im Internet und in den Social-Media-Plattformen für viel Aufsehen sorgt. Nun hält diese Bewegung auch in deutsche Fitnessclubs Einzug. In der ULC Sportwelt in Bremen wurde am 30. Juni beim VIP-Opening der 1. „Fitness Gladiator“ vorgestellt.

Markus Begerow, Betreiber der ULC Sportwelt, wollte unbedingt ein Outdoortrainingsangebot in seine Anlage integrieren. Zunächst dachte er an eine Functional-Area. Da er allerdings nicht dasselbe anbieten wollte wie indoor, verwarf er schnell seine Pläne. Vielmehr war er auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal, mit dem er sich von der Konkurrenz, vor allem von Discountstudios, deutlich abheben kann. Seine Idee: ein Hindernisparkour in etwa so, wie man ihn aus der RTL-Serie Ninja Warrior kennt – nur eben im Freien. Also vereinbarte er mit Marcel Wergen von Cube Sports, die auf das Thema „Parkour“ spezialisiert sind, einen Termin. Die Sache hatte allerdings einen Haken. Bis dahin hatte Cube Sports in Fitnessstudios ausschließlich Indoorlösungen, also beispielsweise für Kursräume, realisiert. Doch nach zahlreichen Telefonaten und einigen Meetings, in denen sowohl Marcel Wergen als auch Markus Begerow ihre Ideen eingebracht hatten, war der 1. „Fitness Gladiator“, zunächst auf dem Reisbrett, geboren. Das Resultat wurde den ca. 60 Gästen am 30. Juni beim VIP-Opening vorgestellt. 

Hindernisse für verschiedene Zielgruppen

Der „Fitness Gladiator“ in der ULC Sportwelt besteht aus 13 Hindernissen und ist 250 m2 groß. Dazu zählen zum Beispiel Salmon Ladder, Warped Wall oder Swinging Bags. Der Parkour ist anspruchsvoll und eine Mischung aus Hindernislauf, Functional Training und Spaß an der Bewegung. „Sieben Hindernisse sollten es mindestens sein. Wir sind gerade dabei, weitere zu entwickeln. Je nach Ausführung müssen die Clubs 250–500 m2 Platz zur Verfügung haben“, erklärt Marcel Wergen. Falls gewünscht bzw. je nach Zielgruppe, wie zum Beispiel bei Kindern, können Hindernisse entfernt, die Abstände verändert und einfachere Möglichkeiten gewählt werden, um das jeweilige Hindernis zu überwinden. Neben den Mitgliedern der ULC Sportwelt sollen zukünftig auch weitere Zielgruppen den „Fitness Gladiator“ nutzen. 

Vor allem bei Jugendlichen steht Parkour hoch im Kurs und die Szene wächst rapide. Allerdings gibt es bisher kaum Trainingsmöglichkeiten, sodass Markus Begerow hier ein großes Potenzial sieht. In Baden-Württemberg ist Parkour schon Teil des Lehrplans, weitere Bundesländer sollen folgen. Da auch hier die Trainingsmöglichkeiten zumeist eher begrenzt sind, soll der „Fitness Gladiator“ in der ULC Sportwelt zukünftig auch an Schulen (für Schüler ab 16 Jahren) vermietet werden. Aber auch für Vereine und Firmen, für Geburtstagsfeiern und Junggesellenabschiede soll der „Fitness Gladiator“ in Zukunft für 1,5 oder 3 Stunden zu mieten sein. Theoretisch besteht dann auch die Möglichkeit, Getränke und Essen mit dazuzubuchen und nicht nur zu trainieren, sondern rund um den „Fitness Gladiator“ ein Event zu veranstalten.&nb

Das Konzept und Businessmodell

Der „Fitness Gladiator“ kann jeden Tag zu verschiedenen Zeiten im freien Training getestet werden (Gladiator Practise). Bei Gladiator School werden Parkour-Techniken von einem Profi vermittelt und bei Gladiator Challenge wird gegeneinander angetreten und der Schnellste erhält einen Preis.

Der „Fitness Gladiator“ ist an ein Workoutkonzept namens „The Rock“ gekoppelt. Das Konzept ist unterteilt in die fünf Bereiche „Rock Cross“, „Rock Muscle“, „Rock Fight“, „Rock Power“ und „Rock Ride“. Ziel ist es, dass die Mitglieder in diesen jeweiligen Bereichen, die sie je nach Trainingsziel gewählt haben, so trainieren, dass sie sich im „Fitness Gladiator“ verbessern können.

Für den „Fitness Gladiator“ werden Tages- und 10er-Karten ausgegeben. Die Tageskarte liegt bei 9,50 Euro und die 10er-Karte bei 79 Euro. Wer Mitglied in einem der fünf ULC-Clubs ist bzw. einen Vertrag für alle ULC-Clubs hat, für den wird es günstiger. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Vertrag ausschließlich für den „Fitness Gladiator“ abzuschließen. Markus Begerow sieht die Chance, dass durch den „Fitness Gladiator“ die Auslastung auch zu eher schwächeren Zeiten gewährleistet i

Zukunftsaussichten 

Nicht nur in den Schulen hält Parkour verstärkt Einzug in den Lehrplan, auch das Olympische Komitee berät derzeit, ob die Sportart Parkour 2020 olympisch wird. In den USA nehmen derzeit pro Jahr drei Millionen Menschen an Hindernisläufen teil. Und in Deutschland wird damit gerechnet, dass in den nächsten drei Jahren 100–150 Trampolinparks eröffnet werden. Fakten, die dafür sprechen könnten, dass es sich bei diesen jungen Sportarten nicht nur um kurzfristige Trends handelt, sondern die Chance besteht, dass sie sich langfristig etablieren. „Das Thema ‚Entertainment‘ im Sport, gepaart mit Gamification, und die Möglichkeit, sich gegeneinander in Challenges zu messen, wird zukünftig immer an Bedeutung gewinnen“, ist sich Marcel Wergen sicher. Zukünftig sollen alle Anlagen, zu deren Angebot ein „Fitness Gladiator“ zählt, miteinander vernetzt werden, sodass Sportler dann aus unterschiedlichen Anlagen/Städten gegeneinander antreten können. 

Parkour ist zweifelsfrei eine Bewegung, die weiterhin stark wächst. Mit dem „Fitness Gladiator“ haben Fitnessclubs nun die Möglichkeit, Teil dieser Bewegung zu werden, neue Zielgruppen anzusprechen und Bereiche ihres Studios, die vorher eher ungenutzt bzw. nicht lukrativ waren, mit Leben zu füllen. 

Isabell Prokscha, body LIFE, und ­Marcel Wergen, Entwickler des ­„Fitness Gladiator“, posieren neben dem ­„Gladiator“
Constantin Wilser (l.) und Isabell Prokscha (r.) von der body LIFE mit Markus Begerow, Betreiber der ULC Sportwelt
Einige Hindernisse des Parkour befinden sich in schwindelerregender Höhe.
Constantin Wilser von der body LIFE testete selbst einige der Hindernisse im□ „Fitness Gladiator“.
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