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Studiodesign 2013 - Böden, Umkleiden und Theken: Neues für den Fitnessclub

Wohin geht der Trend bei der Einrichtung von modernen Fitness- und Wellnessanlagen? Fakt ist: Einrichtung und Ambiente spielen in Sachen Kundenbindung eine immer wichtigere Rolle. In unserem Topthema beleuchten wir, welche Rolle Architekturpsychologie in modernen Fitnessanlagen spielen kann, und stellen die neuesten Einrichtungstrends und Technologien in der Clubgestaltung vor.

Studiobetreiber denken um: Während in der Vergangenheit überwiegend in Ausstattung und Equipment investiert worden war, rückte in den letzten Jahren zunehmend die Optik der Anlagen in den Fokus (siehe S. 92). Nur in einer Umgebung, in der sich der Kunde wohlfühlt, möchte er dauerhaft trainieren (siehe S. 86).
Optik und Atmosphäre einer Anlage wurden früher eher stiefmütterlich behandelt; da blieben Umkleideschränke, Empfangsbereiche oder Theken oftmals außen vor. Das bedeutet: Hier wurde gespart, da die übrige Ausstattung schon zu viel Geld verschlungen hatte. Doch mit zunehmendem Wettbewerbsdruck änderte sich das.

Design statt Zweckmäßigkeit
Als die Discounter nach der Jahrtausendwende den Markt eroberten, folgten viele Clubs diesem Trend. Fitness für jeden Geldbeutel wirbelte die Branche gehörig durcheinander, gab aber allen Betreibern erst einmal recht, die kein großes Augenmerk auf gut eingerichtete Studios legten, sondern auf Zweckmäßigkeit. Die Anzahl der Trainierenden in den Studios stieg in dieser Zeit deutlich an: bis 2010 um fast 2,5 Millionen auf nun über 7 Millionen (Quelle: DSSV).
Doch die allgemeine Marktentwicklung hat noch eine weitere Konsequenz: Der Konkurrenzdruck wird plötzlich für viele Fitnessstudiobetreiber spürbar. Viele Inhaber versuchen sich mittlerweile nicht mehr über den Preis von der Masse abzuheben, sondern über die Leistung beziehungsweise Ausstattung ihre Kunden dauerhaft zu binden. Dabei sorgen vor allem Optik und Design für Wohlfühlmomente innerhalb eines Fitnessstudios. Der italienische Markt macht es uns vor: Hier wird der Fitnessclub zuerst durchgeplant, danach eingerichtet und erst dann mit Geräten bestückt.

Seit ein paar Jahren überwiegt bei Fitnessunternehmen die Nachfrage nach dem "Wohlfühlambiente". Das fängt beim Empfang an, geht über die Licht- und Farbgestaltungund die Wahl der Bodenbeläge bis hin zur Gestaltung des Umkleide- und Wellnessbereiches (falls vorhanden).

Trend: Color Blocking
Waren bis vor ein, zwei Jahren dunkle Holzdekore angesagt, speziell Wenge und Nussbaum, geht der Trend nun zur Eiche in ihrer gesamten Bandbreite. Moderne Dekore werden aus der Textilmode übernommen. Es wird wieder heller und freundlicher, manchmal sogar richtig farbig und grell. "Color Blocking" nennt man das im Modejargon: Zwei bis drei starke, aber auch leuchtende Farben bestimmen dabei das Gesamtbild. Dazu die Möbel in einem schönen, nicht zu dunklen Holzdekor oder aber einem hochinteressanten Textildekor.

Böden: pflegeleicht & belastbar
Das Gleiche gilt für die modernen PVCBodenbeläge, die in ihrem Aussehen dem Echtholz nachempfunden wurden. Ihr großer Vorteil: Sie sind pflegeleichter und belastbarer als echtes Holzparkett oder gar Nadelfilz. Bei den Fließen bestimmen Weiß, Grau, Schwarz und ebenso helle Brauntöne die Optik. Die Größe der Fließen ist hierbei entscheidend: Je größer, desto besser und schöner.

Umkleiden als Wohlfühlbereich
Bei bestehenden Anlagen, die ihre Umkleiden erneuern, ist die neue Einrichtung in Abhängigkeit von der Raumgröße zu sehen, denn daran ist meist nichts zu ändern. In Neubauten sollte dieser Bereich nicht zu klein geplant werden, denn somit engt man sich schon ein, bevor es richtig losgeht.
In den Umkleiden dominiert als Material Holz, da das Ambiente und die Haptik entscheidende Wohlfühlfaktoren sind. Gerade in einer so privaten Atmosphäre wie in den Umkleiden, ist es wichtig einen Wohlfühlort zu schaffen.

Theken in Szene setzen
Moderne Servicetheken oder Empfangsanlagen werden nicht mehr gemauert oder mit Rigipsplatten "veredelt", sondern sind durchweg Einzelanfertigungen, die auf fertigen Modulen basieren können. Werden die Theken bereits im Werk vorgefertigt, spart das Zeit beim Einbau der neuen Theke. Das ist bei Neugestaltungen sehr wichtig, da meist nur sehr wenig Zeit zur Verfügung steht. Der Aufbau lässt sich dann in einem halben, maximal einem ganzen Tag erledigen. Die Baustoffe der Theken sind in der Regel Holz, Stahl und Glas.
Bei den Thekenanlagen dominieren klare Linien und geschwungene Formen, wobei Letztere immer eine Frage des Preises sind. Rund ist teurer. Die Fronten sind meist schlicht in ihrer Farbwahl, werden durch Glas und LED-Beleuchtung aber in Szene gesetzt. Was sich hinter der Theke abspielt, wird in enger Zusammenarbeit mit dem Inhaber und den Mitarbeitern abgestimmt, damit die Arbeitsabläufe hinterher auch funktionieren.
Wichtig ist für diesen Teil der Arbeit eine Planung, anhand derer die Inneneinrichtung gestaltet werden kann. Auf Basis dieser Planung werden dann die 3-DZeichnungen erstellt, damit der Kunde eine klare Vorstellung hat, wie seine Theke letztendlich aussehen wird. 

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