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Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinenoptimierung ist ein Prozess, der mit vielen Chancen und Entwicklungspotenzialen für jeden einzelnen Website-Inhaber verbunden ist. Der ein oder andere mag mit Berührungsängsten an dieses Thema herangehen, da gerade die Sprachwelt, mit der sich SEOs verständigen, wie eine Sprache aus einer anderen Galaxie anmutet. Dennoch ist die Bedeutung der SEO bis heute ungebrochen und wird nach wie vor von nur einem geringen Anteil der Website-Inhaber genutzt.

Machen wir kurz einen gemeinsamen Selbsttest, um die Bedeutung oder besser die Aktualität dieses Themas zu verdeutlichen: Der Moment ist da – Sie wollen endlich sportlich aktiv werden. Vielleicht ist es gerade Sonntagabend, die Motivation ist hoch und Sie wollen jetzt nach einem Fitnessstudio suchen und sich im besten Fall dort gleich anmelden. Was machen Sie im Normalfall: googeln?! (Nur noch ein verschwindend geringer Anteil der User weicht auf andere Suchmaschinen aus).

Die Suchbegriffe sind schnell und meist intuitiv gefunden, Google liefert bereits hier ergänzend Vorschläge (man könnte meinen: mit magischen Fähigkeiten). Sie entscheiden sich für: Fitnesscomstudio +
Ort. Ebenso schnell reagiert Google und präsentiert die Ergebnisliste auf Ihre Suchanfrage. Vermutlich werden Ihnen auf der Liste Ergebnisse im 6- bis 10-stelligen Bereich angeboten, doch worauf konzentrieren Sie sich bei Ihrer persönlichen Auswahl der Ergebnisse? Genau, auf die erste Ergebnisseite.

Sie besuchen die ersten drei Homepages, die Ihnen von Google vorgeschlagen werden, vielleicht auch noch die vierte und fünfte Seite. Aber nehmen Sie sich tatsächlich mehr Zeit, um weitere Websites aufzurufen? Vermutlich nicht. Sie wollen möglichst schnell eine Entscheidung treffen und Sie wissen bereits, dass Ihnen die besten und gefragtesten Ergebnisse von Google ganz vorn präsentiert werden (und das für alle Branchen, Themen und Suchanfragen gleichermaßen) – und: Sie vertrauen Google! Aber wie komme ich mit meinem Fitnessstudio auf die erste Ergebnisseite – oder besser noch – unter die ersten fünf Ergebnisse?

Lohnt sich der Aufwand einer SEO wirklich?

Ganz klar: ja! Denn die Bedeutung der Platzierung zeigt im Umkehrschluss, wie realistisch es ist, dass potenzielle Kunden weitere Websites auf den hinteren Rängen aufrufen oder gar Seite zwei der Ergebnisliste besuchen. Sie ahnen, worauf wir hinauswollen – genau, sehr gering bis nahezu 0.

Fast jeder Kunde informiert sich vorab im Internet über das Studio seiner Wahl und dessen Angebote, bevor er eine Kaufentscheidung trifft oder, wie in unserem Fall, einen Vertrag abschließt. Auf der ersten Ergebnisseite nicht präsent zu sein, bedeutet zum einen, einen deutlich geringeren Kontakt zu Interessenten und Kunden zu haben, und zum anderen, das Potenzial, überhaupt und noch dazu kostengünstig gesehen zu werden, gänzlich zu verschenken. Denn für eine gute Platzierung auf der ersten Ergebnisseite stellt Google bekanntlich keine Rechnung.

Welche Faktoren zieht Google heran?

Die Berechnung ist sehr komplex und es werden weit mehr als 200 Faktoren zur Berechnung herangezogen, die auch immer wieder von Google angepasst und verändert werden. Neben den Klickzahlen, der Ladegeschwindigkeit der Seite, der Verweildauer der User, der Anzahl der Links usw. steht allen voran der Inhalt der Website. Daran bemisst Google die „Wertigkeit“, d.h., eine Website wird positiv bewertet, wenn sie umfangreiche und themenrelevante Inhalte bietet und sich so als wertvoll für eine Zielgruppe und für den User im Einzelnen darstellt.

Das Gute ist: Eine erfolgreiche SEO ist kein Hexenwerk, sondern wirkt gezielt auf die Parameter, von denen bekannt ist, dass Google sie als Einflussfaktor bei der Ermittlung des Rankings verwendet. Inwieweit Ihre Website bereits fit ist für Google, können Sie an folgender Checkliste überprüfen. Dazu gehören folgende Fragestellungen:

1. Sind alle technischen Anforderungen der Website erfüllt? Seiten mit technischen Schwächen werden von Google negativ bewertet; hier hilft die beste SEO nichts, wenn die Seite nicht funktioniert, ungeachtet dessen, ob die Website für Google bereits optimiert wurde oder nicht. Gehen Sie auf Nummer sicher und sprechen Sie mit Ihrem persönlichen Webentwickler, der für Sie die Website prüft.

2. Strategische Überlegungen für den Aufbau der Website: Welches Themengebiet, welche Inhalte möchte ich kommunizieren? Gibt es Suchanfragen für diese Themen? Was macht die Konkurrenz? Gibt es Nischen, die ich für mich nutzen kann? Bieten meine Inhalte Qualität und geben sie dem Leser Antworten auf seine Fragen?

3. Ist die Website auf wichtige Keywords optimiert? Welche Suchbegriffe sind für mein Fitnessstudio in meiner Stadt/meinem Landkreis relevant und werden bei der Suche in Google häufig verwendet – sind diese Keywords in den Inhalten meiner Website enthalten? Tipp: Wenn Sie auf Google suchen, schauen Sie sich die Vorschläge an, die Google anbietet. Diese sucht Google aus den am häufigsten verwendeten Suchbegriffen aus.

4. Sind meine Inhalte Google-optimiert erstellt (hierzu später mehr)? Denken Sie dabei ganzheitlich: Sind Keywords enthalten und richtig platziert, Überschriften und Absätze integriert, wird Bildmaterial verwendet und sind Videos eingebettet, sind weiterführende und interne Links vorhanden und weist der Text eine gewisse Länge auf?

5. Werden Überschriften richtig eingesetzt? Google erkennt Suchbegriffe, wenn diese eindeutig in Überschriften, Textaufzählungen, Sub-Überschriften und fett markierten Satzelementen vorhanden sind. Es hilft sozusagen dem Auslesen der Suchbegriffe und es gilt, genau darauf zu achten, welche Inhalte in Überschriften verwendet werden.

6. Sind Social-Media-Links (Facebook, Twitter) auf der Website vorhanden? Google kann keine Posts in Social-
Media-Kanälen auslesen, jedoch werden Bewegungen von der Website hin zu diesen registriert. Im umgekehrten Fall erhöhen natürlich Klicks aus
Social-Media-Kanälen Ihre Besucher- und Klickzahlen und beeinflussen das Ranking positiv. Wir sprechen hier von reinen Links auf Ihre Social-
Media-Seiten und nicht von eingebundenen Plug-ins. Diese sind aus Sicht des Datenschutzes kritisch und sollten nur nach fachkundiger Beratung integriert werden.

7. Enthält meine Website zahlreiche interne und externe Verlinkungen? Auch hier bemisst Google die Wertigkeit der Website im Allgemeinen, denn zahlreiche Verlinkungen lassen darauf schließen, dass demnach wertvolle Informationen zu dem relevanten Themengebiet angeboten werden, die es wiederum wert sind – aus Lesersicht –, geteilt zu werden. Ein Link, der bis heute großen Einfluss auf das Ranking und die Präsenz auf der ersten Ergebnisseite nimmt, ist der Google-Business-Eintrag, der z.B. bei der Suche nach dem Firmennamen erscheint und Möglichkeiten bietet, Firmendaten wie Öffnungszeiten, die Adresse in Verbindung mit Google Maps, Telefonnummern oder auch Bilder zu veröffentlichen. Dieser Eintrag ist kostenlos und kann schnell erledigt werden. Der Linkaufbau im Allgemeinen war in der Vergangenheit ein profitables Geschäft; so konnten Links von großen Unternehmen/Zeitungen etc. eingekauft werden, da Google externe Links von beliebten Seiten höher bewertet. Google hat darauf reagiert und erkennt derartige gekaufte und inszenierte Verlinkungen. Nach wie vor ist es ein lohnendes Thema bezüglich der Rankingfaktoren – wer sich mit dem Thema „Linkaufbau“ beschäftigen und gewisse Risiken ausschließen möchte, sollte auf alle Fälle hier vorab einen Experten zurate ziehen.

8. Qualität statt Quantität! Es geht nicht darum, Masse zu erzeugen, sondern vielmehr darum, klar abzugrenzen, welche Inhalte relevant sind und einen Mehrwert für Kunden und Interessenten bieten. Google erkennt zudem kopierte Texte und bezeichnet das als „Duplicate Content“. Nun muss Google wiederum entscheiden, welcher der Texte das Original ist. Die anderen Webseiten, die den Text ebenfalls beinhalten, werden im zweiten Schritt sehr schlecht oder gar nicht im Ranking positioniert. Es ist also Vorsicht geboten, wenn es darum geht, Texte zu kopieren oder von anderen Seiten zu übernehmen! Zudem ist es aus
urheberrechtlichen Gesichtspunkten nicht erlaubt und muss unterlassen werden. Und denken Sie daran: Alles, was Google gut findet oder positiv bewertet, wird auch von Ihren Kunden positiv bewertet – und umgekehrt! Es ist ein immerwährender Kreislauf und bedingt sich gegenseitig.

Das Erstellen von Inhalten leicht gemacht

Warum sind die Inhalte so wichtig? Das Internet wurde entwickelt, um an amerikanischen Universitäten den wissenschaftlichen Austausch zu ermöglichen. Google wurde ebenso aus einem Uni-
versitätsprojekt heraus entwickelt und sollte den Wissensaustausch erleich-
tern und Informationen schnell bereitstellen. Dieser wissenschaftliche Gedanke kommt bis heute zum Tragen und spiegelt sich als Einflussgröße innerhalb der Rankingfaktoren wider. Deshalb gilt: Machen Sie Ihre Seite interessant, bieten Sie gut strukturierte Texte mit wertigen Informationen zu all Ihren Angeboten, seien Sie aktuell, integrieren Sie Ihr Team, verwenden Sie Bildmaterial und Videos. Und das Beste: Hierfür bedarf es keines Experten! Nicht nur Google bewertet einen gut strukturierten Inhalt Ihrer Website positiv, sondern auch Ihre Kunden und Interessenten – und bleiben diese wiederum länger auf Ihrer Seite, führt das wieder zu einer positiven Bewertung im Ranking und einer Verbesserung auf der Ergebnisliste.
Hier einige Tipps zum strukturierten Aufbau von Inhalten:

  • Überlegen Sie sich genau, zu welchem Begriff (Keyword) Sie eine Seite verfassen möchten.
  • Nutzen Sie für diesen ersten Schritt den sogenannten Keyword-Finder (z.B. von Google AdWords oder den KWfinder.com). Hier können Sie sehen, ob und wie viele Suchanfragen es zu diesem Begriff gibt. Ebenso können Sie hier nach alternativen Begriffen suchen. (Bitte unbedingt darauf achten, dass bei der Suche Land und Sprache – Germany/German – richtig eingestellt sind.)
  • Testen Sie diesen Begriff via Google und schätzen Sie ab, wie realistisch es ist, mit diesem Keyword auf die erste Ergebnisseite zu gelangen. Ist es nicht möglich, da die Konkurrenz vielleicht zu stark ist oder es nicht genug Such-
    anfragen zu diesem Begriff gibt, dann überlegen Sie sich dringend einen alternativen Begriff.
  • Welche Fragestellungen ergeben sich zu dem Begriff? Notieren Sie sich alles, was Ihnen dazu einfällt. Welche Fragen haben Ihre Kunden und Interessenten zu diesem Begriff?
  • Erstellen Sie aus Ihrer bisherigen Datensammlung eine Gliederung mit passenden Überschriften – sozusagen das Skelett Ihres Inhalts. Nun können Sie Punkt für Punkt mit Inhalt füllen.
  • Wenn Sie jetzt Ihren Inhalt erstellen, achten Sie darauf, dass Sie diesen
    leser-freundlich erstellen: Verwenden Sie eine Hauptüberschrift, thematisch passende und ansprechende Bilder, geeignete Zwischenüberschriften, übersichtliche Absätze, integrieren Sie interne Verlinkungen z.B. zu einem thematisch passenden Artikel, binden Sie weitere Grafiken und andere Medien (z.B. Videos) mit ein und erstellen Sie ein Inhaltsverzeichnis.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Artikel so übersichtlich und detailliert wie möglich ist und Ihr Inhalt sich auf die vorausgegangenen Fragestellungen bezieht. Im Endergebnis bieten Sie Ihren Kunden und Interessenten automatisch wertvolle Informationen an und liefern Antworten auf alle relevanten Themen und Fragestellungen. Und das Wichtigste: Sie signalisieren Ihre Kompetenz und Seriosität.

Das klingt nach einer Menge Arbeit – ist es aber nicht! Sie werden sehen, dass Sie nach ein oder zwei fertiggestellten Inhalten ganz schnell Routine bekommen und bestimmt auch positives Feedback durch Ihre Kunden erhalten. Denn aufgrund der immensen Informationsflut heute wissen Kunden qualitativ wertvolle Beiträge sehr zu schätzen! Und hier gilt wieder: Was Ihre Kunden begeistert, begeistert auch Google!
Wer tiefer in die Materie der SEO einsteigen möchte, findet im Netz unendlich viele Inhalte. Probieren Sie es einfach mal mit „SEO 1x1“ oder „SEO für Einsteiger“. Wenn Sie erstmal zwei oder drei Artikel gelesen haben, werden Sie feststellen, dass die Schnittmenge bezüglich der Rankingfaktoren bei fast allen Autoren identisch sein wird. Und dann haben Sie bereits einen so guten Überblick, dass jegliche Berührungsängste verschwunden sind, Sie bereits die ersten Potenziale für Ihre Website
fixiert haben und auch dem Gespräch mit Ihrem persönlichen Webentwickler nichts mehr entgegensteht.

Der Gedanke zum Schluss

Mit einer erfolgreichen SEO positionieren Sie sich nicht nur besser im Ranking bei Google und gelangen dadurch zu einer besseren Sichtbarkeit für Kunden und Interessenten, sondern Sie verschaffen sich natürlich auch einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Google ist als Hilfestellung bei Kaufentschei-
dungen nicht mehr wegzudenken, sogar mehr noch: Google kann als Meinungsbildner verstanden werden, denn so wie in unserem Selbsttest zu Beginn, so vertrauen Kunden und Interessenten den Vorschlägen auf der Ergebnisliste. Der Leser weiß automatisch von der Relevanz der gelisteten Einträge und weiß, dass die besten und wertvollsten Einträge an erster Stelle stehen. Es besteht somit – aus Kundensicht – nicht länger eine unmittelbare Notwendigkeit, nach weiteren Angeboten zu suchen. Wer jetzt Google als Partner versteht, sich mit einer suchmaschinenoptimierten Seite präsentiert und sich den Grundgedanken, wertige Inhalte zu erstellen, zu Herzen nimmt, schöpft die damit verbundenen Potenziale sehr gut aus. Viel Erfolg!

Katrin Barents und Stephan Winkler

Foto: vegefox – stock.adobe.com

Katrin Barents ist Dipl.-Wirtschaftsingenieurin mit Schwerpunkt Marketing und Assistentin der Geschäftsleitung bei Proof Point Werbestudio.

Stephan Winkler ist Medienfachwirt (IHK) und Datenschutzbeauftragter (DSB-TÜV). Als Inhaber der Proof Point Group ist er seit mehr als zehn Jahren auf dem Fitnessmarkt tätig und u.a. verantwortlicher Projektleiter für die Programmierung der Online Marketing-Tools von Greinwalder & Partner.

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