Bewegungstherapie bei Brustkrebs

30.06.2010Von: Claudia Romano

Wie können Fitnesscenter Angebote für Krebspatienten integrieren?

Die Diagnose Krebs stellt einen gravierenden Einschnitt im Leben eines Menschen dar. Viele Patienten verlieren nach Operationen und durch die Nebenwirkungen einer Chemotherapie ihren Lebensmut und das Vertrauen in die eigene körperliche und seelische Integrität. Bewegung und Sport können enorm zur Genesung beitragen. Claudia Romano zeigt, welche Kurse in Fitnesscentern für Krebspatienten sinnvoll sind.

Für viele Brustkrebspatientinnen ist es wichtig, selbst etwas gegen die Krankheit zu tun und den Körper von innen heraus zu stärken. Zahlreiche Studien belegen, dass ein moderates Training zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, zur Abschwächung von Chemotherapie-Nebenwirkungen und zur Stärkung immunologischer Effektoren bei Krebspatienten führen kann. Eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung können das Risiko für einen Rückfall sogar senken. Ob dies mittels anthroposophischer Therapien, psychologischer Verfahren, einer Kreativtherapie oder körperbezogener Behandlungen geschieht, ist nicht so entscheidend. Viel wichtiger ist, dass die Frauen spüren, dass sie sich selber etwas Gutes tun und die Therapie ihnen hilft.

Trainingskonzepte und -programme
Sport in der Krebsnachsorge ist ein zielgruppengemäßes Übungsprogramm, in dem die Schwerpunkte auf Bewegung, Spiel und Spaß, Körperwahrnehmung und Beim Trainieren sind grundsätzlich alle Bewegungsrichtungen und ebenso alle sanften, fließenden sowie rhythmischen Bewegungen mit dem Arm der betroffenen Seite zu empfehlen. Das Öffnen und Schließen der Hände über dem Kopf regt die sogenannte Muskelpumpe zur Linderung eines Lymphödems (eine sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Zwischenzellraum) an und sollte in keiner Bewegungseinheit fehlen.

  • Ziele von Bewegung und Sport bei Brustkrebs
    Vermeidung von Muskelverkürzungen im Schulter-Armbereich.
  • Ausgleich des Kraftdefizits (Rechtslinks- Vergleich).
  • Verminderung der Bewegungseinschränkung.
  • Vorbeugung sowie Behandlung der Osteoporose (Knochenschwund).
  •  Verbesserung der allgemeinen Fitness. Förderung des Selbstwertgefühls und damit Bekämpfung des Gefühls einer „Entweiblichung“.
  • Bekämpfung des Müdigkeits-Syndroms.

Bewegung und Sport fördern die Leistungsfähigkeit, das Wohlbefinden, die Zufriedenheit sowie das Selbstvertrauen und vertreiben die Müdigkeit (Müdigkeits-Syndrom bei Krebspatienten). Durch regelmäßige, wohldosierte körperliche Betätigung wird nachweislich das Immunsystem gestärkt.

Claudia Romano, Ausbildungsleiterin S.A.F.S.  

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