Daher sollte Ihr Club ein Ernährungsprogramm anbieten

27.03.2017
Foto: Yuganov Konstantin/Shutterstock.com
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Egal ob Muskelaufbau, Gewichtsreduktion oder Leistungssteigerung: Eine zielgerichtete Ernährung ist neben der Bewegung der entscheidende Erfolgsfaktor für jedes Trainingsziel. Um ihre Kunden umfassend zu betreuen und schneller zum Erfolg zu führen, setzen immer mehr Fitnessbetreiber auf professionelle Ernährungsangebote. Zu Recht: Das optimale Zusammenspiel von Sport und Ernährung macht nicht nur die Kunden glücklicher, es sorgt auch für eine Umsatzsteigerung in den Fitnessstudios.

Training allein reicht nicht aus – das hat auch die Fitnessbranche zunehmend erkannt. Schließlich untermauern sogar aktuelle Studien, dass Sport allein nicht zum Ziel führt. So schickte etwa kürzlich ein Forscherteam der Arizona State University in einem Experiment übergewichtige Frauen, die lange keinen Sport getrieben hatten, drei Mal pro Woche für 30 Minuten aufs Laufband – und das zwölf Wochen lang.

Der erwartete und gewünschte Gewichtsverlust durch das Training blieb jedoch aus; einige der Frauen hatten sogar an Körperfett zugenommen. Der Grund für dieses verblüffende und gleichzeitig beeindruckende Ergebnis: Ihre Ernährung hatten die Frauen in dem Experiment nicht umgestellt.

Die Konsequenz: Das Trainingsziel wurde leider verfehlt. Fitnessclubs können es besser machen, indem sie ihren Kunden beide Erfolgskomponenten anbieten – Training und Ernährung. Optimal am Markt positioniert sich, wer ein langfristiges Ernährungskonzept als Zusatzmodul zum Bewegungstraining in sein Angebot integriert. Damit ist nicht nur den Kunden geholfen, sondern auch für kontinuierliche Umsatzsteigerungen gesorgt.

Hier ist bei vielen Fitnessclubs noch Luft nach oben. Viele Studios beschränken sich derzeit noch auf zeitlich begrenzte Kampagnen, wie zum Beispiel den Abnehmklassiker zum Jahresbeginn oder die Sommeraktion für die Bikinifigur.

Zehn Kriterien für die Wahl des richtigen Konzepts

Doch welches Ernährungskonzept passt zu meinem Club? Hier haben Fitnessbetreiber die Qual der Wahl. Eine immer größer werdende Anzahl an Anbietern wirbt mit sehr unterschiedlichen Konzepten. Gut beraten ist, wer sich für ein flexibles Ernährungskonzept entscheidet, das sich sowohl den Rahmenbedingungen des Clubs als auch den individuellen Bedürfnissen der Kunden anpasst. Als optimal erweisen sich modulare Konzepte, die sich am Einzelfall orientiert zusammenstellen lassen. Die folgenden zehn Kriterien helfen, das richtige Konzept zu finden:

 

1. Ein gutes Ernährungskonzept ist jederzeit einsetzbar
Wartezeiten sind Motivationskiller. Wer abnehmen möchte, will sofort loslegen. Kurse mit unflexiblen Startterminen führen meistens automatisch zu einem Teilnehmerschwund. Denn bis der Kurs losgeht, hat der innere Schweinehund längst die Oberhand gewonnen. Erfahrungsgemäß lässt auch die Frequenz bei Kurskonzepten mit der Zeit deutlich nach. Dies erschwert es, Teilnehmer kontinuierlich zu generieren. Für sofortige Umsätze sorgen Programme, die jeder Kunde starten kann, wenn er es möchte. Relevant für den Umsatz im Studio ist übrigens, ob bestehende Nahrungsergänzungen aus dem studioeigenen Sortiment integriert werden können. Ein Konzept, bei dem ausschließlich die eigenen Nahrungsergänzungsprodukte vertrieben werden, ist zu hinterfragen.

 

2. Ein gutes Ernährungskonzept erfordert wenig Personalaufwand
Ein Ernährungsprogramm, das zu viele Kapazitäten bindet, ist nicht rentabel. Es muss organisatorisch und personell gut für das Studio handhabbar sein. Auch hier ist ein Kurssystem nachteilig, da es meist mit hohem Personalaufwand einhergeht und bezüglich des Erfolgs stark vom Kursleiter abhängig ist. Besser ist es, wenn jeder Trainer das Ernährungsprogramm für seine Kunden mitbetreuen kann. Alternativ können Spezialisten im Studio das Thema übergreifend, aber flexibel verantworten.

 

3. Ein gutes Ernährungskonzept wird von Experten begleitet
Nicht alle Clubs verfügen über Mitarbeiter, die auch in Ernährungsfragen ausgebildet sind. Eng verbunden mit der Personalfrage ist daher die fachliche Unterstützung durch den Anbieter des Ernährungsprogramms. Sind erfahrene Ernährungsexperten für Studiobetreiber und Teammitglieder ansprechbar und können bei Fragestellungen weiterhelfen? Auch Schulungen für das gesamte Team sollten fester Bestandteil sein. Sie vermitteln das notwendige Wissen, um das Ernährungsprogramm richtig durchzuführen und – im besten Fall – auch optimal zu verkaufen. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Der Anbieter ist, beispielsweise durch eine Kundenhotline, im Notfall auch für die Studiomitglieder erreichbar. So verlagern sich Ressourcen vom Studio hin zum Anbieter und die Trainer können sich auf ihre Kernkompetenz, die Betreuung, konzentrieren.

 

4. Ein gutes Ernährungskonzept eignet sich für jeden Geldbeutel
Ein Ernährungsprogramm kann noch so gut durchdacht sein – wenn es für das Studiomitglied zu teuer ist, lässt es sich nicht verkaufen. Nicht jeder Kunde verfügt über die finanziellen Mittel, um zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag große zusätzliche Summen auszugeben. Modulare Pakete, die an jeden Geldbeutel angepasst und auch im Hinblick auf den zeitlichen Umfang sowie die Ausprägung individuell und flexibel zugeschnitten werden können, eignen sich – das zeigen die Erfahrungen – am besten. So kann der Kunde selbst entscheiden: Möchte er ein kostengünstiges Konzept „von der Stange“ oder ist er bereit, für ein maßgeschneidertes Angebot mehr zu bezahlen?

 

5. Bei einem guten Ernährungskonzept fallen keine Lizenzgebühren an
Auch auf Betreiberseite können unnötige Kosten vermieden werden. Dazu zählen Lizenzgebühren, die einige Anbieter verlangen. Vor allem Jahreslizenzgebühren stellen bei der Einführung eines neuen Konzepts ein gewisses Risiko für das Studio dar. Denn meistens ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar, ob und wie gut das Konzept von den Kunden angenommen wird. Ein überflüssiges Risiko: Es gibt genügend gute Ernährungsprogramme ohne Lizenzgebühren am Markt.

 

6. Ein gutes Ernährungskonzept deckt alle Trainingsziele ab
Abnehmprogramme gibt es zuhauf. Doch wollen wirklich alle Ihre Mitglieder Gewicht verlieren? Auch wer Muskeln aufbauen, seine Leistung steigern oder seine Konturen straffen möchte, kann mit der passenden Ernährung unterstützt werden. Gut also, wenn ein Ernährungskonzept – von einem zentralen Anbieter – für jeden Kunden das passende Angebot hat. Optimal, wenn es darüber hinaus zentrale Einfluss- und Störfaktoren mitbedenkt. Übersäuerung, Nahrungsmittelallergien und Stoffwechselprobleme etwa sind häufige Probleme, die den Trainingserfolg torpedieren können. Ein gutes Ernährungskonzept liefert auch hierfür die richtigen Analysewerkzeuge und Lösungsansätze.

 

7. Ein gutes Ernährungskonzept ist immer konkret
Die richtige Ernährung für den maximalen Trainingserfolg kann ziemlich komplex sein. Wer kein Ernährungsprofi ist und sich bisher schlecht ernährt hat, scheitert in der Regel an allgemeingültigen Tipps zur Ernährungsumstellung. Den meisten Kunden ist mit einem Ernährungsplan mit handfesten Rezeptvorschlägen besser geholfen. Das sichert den gewünschten Erfolg und macht Kunden und Trainer glücklich.

 

8. Ein gutes Ernährungskonzept ist immer alltagstauglich
Was für den Trainingsplan eines neuen Studiomitglieds gilt, gilt ebenso für das Ernährungsprogramm: Es darf nicht überfordern und muss sich gut in den Alltag integrieren lassen. Zu strikte Verbote sind ebenso kontraproduktiv wie umständliches Kalorienzählen. Beides erhöht erfahrungsgemäß nur die Abbruch- und Rückfallquoten. Damit ist niemandem gedient. Wer auch mal sündigen darf, hält leichter durch. Wer schnelle, gut umsetzbare Rezepte an die Hand bekommt, bleibt leichter dran.

 

9. Ein gutes Ernährungskonzept ist immer individuell
Kämen Ihre Trainer auf die Idee, jedem Kunden das gleiche Trainingsprogramm zu erstellen? Sicher nicht. Ebenso wenig gibt es ein perfektes Ernährungskonzept für jedermann, auch wenn einige Trends und Ernährungslehren dies behaupten. Erfolgversprechender ist es, für jeden Kunden die passende gesunde Ernährungsweise zu finden. Lebensgewohnheiten, eventuelle Krankheitsbilder und persönliche Vorlieben sind dabei die entscheidenden Parameter. So ist z.B. eine Low-Carb-Diät nicht für jedermann geeignet. Gleiches gilt für die 21-Tage-Stoffwechsel-Diät: Sie ermöglicht sensationelle Abnehmerfolge in kurzer Zeit, erfordert jedoch ein hohes Maß an Disziplin, das nicht jeder Mensch aufbringen kann. Hier erweist sich eine Bandbreite an Angeboten als perfekt, aus der nach einem persönlichen Beratungsgespräch das passende Produkt gewählt werden kann. Bei einem derart individuellen Zuschnitt ist Kundenzufriedenheit garantiert.

 

10. Ein gutes Ernährungskonzept sichert langfristige Erfolge
Crash-Diäten sind selten nachhaltig. Wer sein Wunschgewicht halten möchte, darf nicht wieder in alte Verhaltensweisen zurückfallen, sondern muss ein dauerhaftes Ernährungs- und Bewegungsbewusstsein entwickeln. Das muss auch ein Ernährungskonzept berücksichtigen. Am besten von Anfang an – durch eine integrierte Analyse der bisherigen Ernährungssituation. Sie ist die essenzielle Grundlage, um den Kunden optimal zu beraten und das passende Ernährungsprogramm auszuwählen. Wenn das Ernährungsziel erreicht ist, bietet ein gutes Ernährungsprogramm Zusatzmodule an, die die Erfolge langfristig stabilisieren. Dies sichert die dauerhafte Zufriedenheit des Kunden und generiert weitere Umsätze.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Body LIFE 3/16, geschrieben von
Ute Rosenzweig studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Seit ihrem Abschluss arbeitete sie als Redakteurin in der Unternehmenskommunikation und für verschiedene Verlage und Agenturen, unter anderem mit dem Schwerpunkt Gesundheitskommunikation. Seit 2011 ist sie auch für das PEP-Ernährungsinstitut tätig. Infos: www.pep-europe.de

 

 

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