Unser Titelspecial führt zur fitbox Markengruppe, einer Multibrand-Franchise-Plattform mit mehr als 350 Standorten. Der derzeitige Wachstumstreiber heißt FITOMAT: personallose Smart Gyms, digitale Prozesse, schlanke Strukturen. Das Ziel der Gruppe ist ambitioniert: 1.000 Standorte bis 2030.



body LIFE: Wenn man heute auf die fitbox Markengruppe schaut, sieht man drei Marken, mehr als 350 Standorte und ein klares Zielbild. Wo beginnt diese Geschichte?
Huppenbauer: Die erste fitbox ist die Keimzelle des Erfolges. Als Strategieberater für Unternehmensentwicklung war ich damals viel unterwegs und hatte wenig Zeit. Dabei habe ich erlebt, wie schwer es ist, Sport nachhaltig in den Alltag zu integrieren. So bin ich auf die damals noch weitgehend unbekannte EMS-Technologie gestoßen. Das zeitsparende Training hat mich überzeugt und die Idee für ein entsprechendes Studioformat war geboren. Mit der Gründung der fitbox GmbH und der Eröffnung des ersten Studios in München begann die Entwicklung der heutigen Markengruppe.
Was war die größte Herausforderung?
Huppenbauer: Eigentlich alles. Ich kam als Quereinsteiger ohne fitnessspezifische Erfahrung und musste mir vieles selbst erarbeiten. Die größte Herausforderung war die frühe Entwicklungsphase von EMS: Es war völlig offen, ob sich die Trainingsform etablieren würde. Wir mussten daher nicht nur klassische Gründungsfragen lösen, sondern auch Training, Dienstleistungen und Geschäftsmodell von Grund auf entwickeln – ohne Erfahrungswerte, dafür mit einer klaren Vision und dem unbedingten Willen zum Erfolg.
Wie lief die Entwicklung zur Kette?
Huppenbauer: Der erste fitbox-Standort hat sich zu einem echten Markterfolg entwickelt. Auf dieser Basis konnte die Wachstumsphase eingeleitet werden. Für den zweiten Standort in Berlin konnte ich meinen Studienfreund Dr. Björn Schultheiss begeistern. Als Markenchef der damals wohl größten Fitnesskette wechselte er als Partner in die wohl kleinste Fitnesskette. Die mühsamen Erfahrungen der Anfangszeit haben uns nicht nur als Menschen und Unternehmer geprägt, sondern bilden bis heute die Grundlage für den erfolgreichen Know-How Transfer an unsere heutigen Gründer.
Wann wurde aus der Kette ein Franchise-System?
Schultheiss: Wir haben zunächst weitere eigene Standorte aufgebaut und das Betreibermodell konsequent weiterentwickelt. Irgendwann war klar: Wenn wir schnell wachsen wollen, reicht rein organisches Wachstum über Eigenbetriebe nicht aus. Franchise war somit der logische nächste Schritt. Gleichzeitig bedeutet Franchise für uns nicht einfach nur Lizenzen zu verkaufen, sondern ein stimmiges System anzubieten, in welchem sich Studioinhaber zu erfolgreichen Unternehmern entwickeln können.
Ihr beschreibt Franchise intern gern als „Gründung mit Airbag“. Was heißt das?
Schultheiss: Selbstständigkeit bleibt Selbstständigkeit. Unternehmerisches Risiko nimmt einem niemand vollständig ab. Doch ein gutes System kann helfen, viele Fehler zu vermeiden. Standortbewertung, Finanzierung, Marketing, Standards, Community, Business Coaching – all das gibt Sicherheit. Der Partner führt keinen Einzelkampf, sondern nutzt Wissen, das über viele Jahre aufgebaut wurde. Es genügt schließlich, wenn jeder Fehler nur einmal gemacht wird. Daher nennen wir Franchise gern liebevoll: Die beste Unternehmerschule der Welt.

Vor 15 Jahren gegründet, seit zehn Jahren Franchise: Was sagen diese beachtlichen Zeitspannen über das System aus?
Huppenbauer: Bei Entscheidungen orientieren wir uns an den langfristigen Auswirkungen. Das zeigt, dass wir nicht nur kurzfristig Wachstum erzeugen, sondern Strukturen aufgebaut haben, die nachhaltig tragen. Wir haben viel ausprobiert, gewagt, gelernt und professionalisiert. Jedes neue Studio profitiert davon, dass wir nicht mehr am Anfang stehen, sondern auf einem langjährigen Erfahrungsschatz aufbauen. Der Erfolg unserer Kunden und Franchisepartner ist nicht nur unser Auftrag, sondern gleichzeitig das Geheimnis unseres Erfolges. Unser Credo, an welchem wir uns jeden Tag messen: „Nichts macht erfolgreicher als andere erfolgreich zu machen“.
Heute seid ihr nicht mehr nur fitbox, sondern eine Gruppe mit drei Marken. Warum dieser Schritt?
Huppenbauer: Wenn man als Unternehmer auf der Suche nach den Wachstumsfeldern der Zukunft ist, ist es hilfreich zu wissen, wo man herkommt und was man gut kann. Wir setzen unsere Erfahrung in Fitness, Franchise und Markenaufbau gezielt ein, um neue Wachstumspotenziale zu erschließen. fitbox bleibt der Nukleus, FITOMAT ist der Wachstumstreiber und KREUZRETTER stärkt den Bereich Rücken und Gesundheit.
Ist das die eigentliche Logik der Gruppe: nach außen diversifizieren, nach innen standardisieren?
Schultheiss: Genau. Für den Kunden müssen FITOMAT, fitbox und KREUZRETTER jeweils klar unterscheidbar sein. Intern geht es um Standards, Systeme, Daten, Prozesse, Partnerbetreuung, Marketing und Know-how. Wir müssen nicht alles dreimal erfinden. Das macht uns schneller und besser. Auf diesem internen Betriebssystem können wir unkompliziert neue Marken aufsetzen. Aktuell arbeiten wir an Franchise-Brand Nr. 4.
Welche Rolle spielt die Berliner Zentrale dabei?
Huppenbauer: Eine sehr große. Dort arbeiten über 60 Experten in Bereichen wie Design, Marketing, Expansion, Business Coaching, Member-Service, Schulung und Systementwicklung. Das ist die professionelle Struktur im Hintergrund, die auf modernste Technik setzt. Gleichzeitig ist uns wichtig, dass wir menschlich bleiben. Unsere Kultur ist nicht anonym oder kalt, sondern sehr nah am Team und an den Partnern und Mitgliedern.
Also familiäre Kultur und Corporate Machine gleichzeitig?
Schultheiss: Das trifft es ganz gut. Wir wollen professionell, technologisch und wachstumsstark sein und trotzdem „nice & human“ bleiben. Leistung und Zusammenhalt gehören für uns zusammen. Das gilt für unser Team in Berlin genauso wie für die Partner im System.


Wo steht euer System heute und welche Rolle spielen eure Franchisepartner dabei?
Huppenbauer: Die besten Partner sind diejenigen, die das System wirklich nutzen. Franchise funktioniert nicht, wenn man nur das Logo übernimmt und dann alles anders macht. Wir setzen auf Unternehmer, die eigene Energie mitbringen und gleichzeitig auf die Standards, Erfahrungen, Innovationen und Leistungen unserer Zentrale vertrauen. Aktuell sind wir nicht nur die am schnellsten wachsende Fitnesskette in Deutschland. Mit der höchsten Wachstumsgeschwindigkeit setzen wir uns an die Spitze der deutschen Franchisewelt – noch vor bekannten Marktgrößen wie McDonald’s, Subway und Fressnapf.
Was ist eure Vision für die nächsten Jahre?
Schultheiss: Zufriedene und erfolgreiche Franchisepartner und Mitglieder sind der Motor für zukünftiges Wachstum. Aufgrund der starken Nachfrage werden wir in 2030 über 1.000 Standorte betreiben und als führender Multibrand-Franchisegeber in ganz Europa aktiv sein. Entscheidend ist dabei nicht nur die Zahl. Dieses Wachstum soll tragfähig sein – für unsere Franchisepartner, für die Mitglieder, unsere Lieferanten und für unser Team.


Im FITOMAT Berlin Adlershof ist auf den ersten Blick vieles vertraut: Kraftgeräte, Cardiofläche, EGYM-Bereich, Kursraum, Solarium, Massageliege, Booty Builder Area, Trainingsatmosphäre. Und doch funktioniert dieses Studio anders als ein klassischer Club. Es gibt keinen Tresen, kein dauerhaftes Personal auf der Fläche, keine analogen Verträge. Zugang, Mitgliedschaft und viele Serviceprozesse laufen digital. Das Studio ist personallos – das System dahinter ist es nicht.
Rami Marouf, Markenverantwortlicher FITOMAT und selbst Betreiber von mehreren Standorten, beschreibt das Konzept deshalb nicht als bloßes Fitnessstudio ohne Mitarbeiter. Für ihn ist FITOMAT ein vollautomatisiertes Smart-Gym-System, das im Hintergrund von Menschen, Technik und klaren Prozessen getragen wird: „Personallos heißt nicht herzlos. Weil wir den Betrieb automatisieren statt aufzublähen, bekommt das Mitglied den schnellsten, einfachsten Zugang zu Fitness, erschwinglich und ohne unnötige Extragebühren. Das Herz des Studios sind trotzdem die Menschen dahinter, der Partner vor Ort und das smarte System, das unsere starke Zentrale und Marke liefert. Eben das ist unser USP: eine Zentrale und eine Marke, die beide erfolgreich machen: das Mitglied im Training und den Partner im Business“, sagt Marouf. Genau deshalb sei FITOMAT mehr als Automatisierung.
Gemeinsam mit Scarlett Schwarz, Head of B2B Strategy, erklärt er, warum gerade diese Kombination den Unterschied macht. Schwarz bringt es auf den Punkt: „Personallos heißt nicht, dass niemand für das Mitglied da ist.“ Während auf der Fläche kein klassisches Studiopersonal steht, laufen Member-Service, Fitnesszentrale, CRM, App, KI-Videoüberwachung, Marketing, Partnerbetreuung und Community Management im Hintergrund weiter.
FITOMAT BERLIN ADLERSHOF
FITOMAT startete klein und effizient, oft in ländlichen Regionen, dort, wo sich ein personalintensiver Club nie tragen würde. Heute spielt FITOMAT in einer anderen Liga: verschiedene Größen und Formate, vom kompakten Standort bis zur urbanen Top-Lage mit weit über 1.000 Quadratmetern. „Entscheidend ist für uns dabei nie die Fläche allein, sondern dass wir die perfekte Fläche für das Potenzial des Einzugsgebiets finden, auch im direkten Wettbewerb.“
990 Quadratmeter, 1.500 Mitglieder, urbanes Umfeld – Berlin Adlershof zeigt, wie weit die Marke gekommen ist
Adlershof ist dafür ein gutes Beispiel: rund 990 Quadratmeter, gut 1.500 Mitglieder, digitale Prozesse und ein Umfeld, in dem bereits andere Fitnessangebote präsent sind. Mark Wukasch, der die Expansion und den Aufbau der Eigenbetriebe verantwortet, hat den Standort mitentwickelt und zeigt vor Ort, was das Konzept ausmacht: klare Laufwege, digitale Zugänge, zentrale Steuerung und ein Studioerlebnis, das bewusst einfach bleiben soll.
DAMALS VS. HEUTE
Eine starke Lernkurve zeigt sich im Vergleich zum Anfang. Der erste fitbox-Standort startete ohne Mitglieder, ohne Vorverkauf und ohne erprobten Businessplan. FITOMAT Berlin Adlershof öffnete dagegen mit über 1.000 zahlenden Mitgliedern. Für die Gruppe ist genau das ein Beleg dafür, wie stark sich System, On- und Offline-Marketing, Standortanalyse und Opening-Prozesse professionalisiert haben.
Technisch setzt FITOMAT auf QR-Code, Face-Check-in, Sensorik, KI-Kameras und eine Fitnesszentrale. Wer eine Mitgliedschaft abschließt, wird über das personallose, kameraunterstützte System informiert. Der Zugang ist individuell nachvollziehbar. Das hilft bei Sicherheit, Mehrfachzutritten, Diebstahlfällen, Servicefragen und Support im laufenden Betrieb.
„Automatisiert wird nicht die Verantwortung, sondern der Betrieb“
Die Fitnesszentrale kann Mitglieder digital unterstützen, der Member-Service bearbeitet Anfragen, Stornos, Beschwerden oder Rückgewinnung, die In-house-Agency begleitet Performance-Marketing-Maßnahmen, und Business Coaches unterstützen die Betreiber im Alltag. Rami Marouf ordnet diesen Bereich selbstbewusst ein: „Wir treten hier mit breiter Brust auf, denn wir haben alles im Bereich Fitnessmarketing nachhaltig verändert. Dass wir hier völlig neue Maßstäbe setzen, sehen wir jeden Tag schwarz auf weiß an den Ergebnissen. Wir passen uns dem Markt nicht an – wir definieren den neuen Standard.“
FITOMAT-ISIERUNG
Die Formate sind dabei flexibel. Kleine Standorte funktionieren schon ab etwa 150 Quadratmetern, mittlere Flächen bis rund 500 Quadratmeter, große Konzepte gehen weit darüber hinaus.
Der eigentliche Gamechanger für den Markt ist aber die FITOMAT-isierung: Auch ein bestehendes Studio wird zum FITOMAT, mit neuem Branding, digitalen Verträgen, moderner Ausstattung, zentralen Services und klaren Prozessen. Aus einem personalintensiven Betrieb unter Kostendruck wird so ein schlankes, digitales Studio mit deutlich besserer Rendite. Zuletzt hat das Unternehmen sogar mehrere große, namhafte Standorte vom Franchise-Wettbewerb FITOMAT-isiert. Für Inhaber, deren Modell an Grenzen stößt, ist das oft der rentabelste Weg nach vorn.
FITOMAT ist der sichtbarste Wachstumstreiber der Gruppe. Die Auszeichnung als „Digital Champion 2026“ passt zur Positionierung: Smart Gym, digitale Prozesse, zentrale Betreuung und skalierbare Standards. Trotzdem steht die Marke nicht nur für Technologie. Entscheidend sind die Menschen im Hintergrund – und die Partner, die dem Club vor Ort Gesicht und Energie geben.

Die Ursprungsmarke fitbox ist die Marke, bei der sich besonders deutlich zeigt, wie stark sich ein Markt verändern kann. Ulrike Kaiser kennt diese Entwicklung seit vielen Jahren. Seit 2016 ist sie bei fitbox, zunächst in der Partnerbetreuung und Eröffnung, heute als Markenverantwortliche. Der Markt ist reifer geworden, die Rahmenbedingungen sind härter, das Potenzial aber weiter da. „EMS ist kein Pionierprodukt mehr“, sagt Kaiser. Einmal pro Woche, 20 Minuten Training, persönliche Betreuung, schnelle Ergebnisse – dieser USP allein reicht nicht mehr aus.
Dazu kommt der größte Engpass betreuungsintensiver Konzepte: Personal. Ein gutes EMS-Studio lebt von Menschen, die verkaufen, trainieren, motivieren, organisieren und Kunden binden. Genau diese Mitarbeiter sind heute schwerer zu finden als vor zehn Jahren.
MEHR FLEXIBILITÄT
fitbox reagiert darauf mit einer Erweiterung. Persönliches, gesundheitsorientiertes EMS-Training nah am Mitglied bleibt die Premium-Positionierung. Daneben entstehen neue Nutzungsmodelle: Flex Pro, Flex Light und Flex Go. Flex Pro steht für das klassische Personal-Training-Erlebnis. Flex Light öffnet den Zugang über unassistierte EMS- und Zirkelbereiche. Flex Go bringt Remote-Training und flexible Nutzung zusammen. „Wir behalten unseren Kern, öffnen uns aber für neue Zielgruppen“, beschreibt Kaiser den Ansatz.
fitbox will EMS zugänglicher machen, ohne den Premiumanspruch des Personal-Trainings aufzugeben. Gleichzeitig öffnet sich die Marke: Entscheidend ist, welches System zu Partner, Zielgruppe und Geschäftsmodell passt. Zusatzmodule wie Beckenbodenstuhl oder Back-up-Matte erweitern das Angebot mit dem Ziel, Menschen fitter, gesünder und beweglicher zu machen.
DIENSTLEISTUNGS-DNA
Klar ist die Abgrenzung zu FITOMAT: FITOMAT ist stärker Investment- und Standortmodell, fitbox ist Dienstleistung. „Du musst aus dem Herzen Dienstleister sein“, sagt Kaiser. Wer fitbox betreibt, mag Kundenkontakt, Service, Community und persönliche Betreuung. Ein wichtiges Wachstumsfeld ist das Transfergeschäft: Bestehende EMS-Studios können übernommen, professionalisiert und „fitboxisiert“ werden.
Gerade in einem reiferen Markt kann das ein stärkerer Hebel sein als neue Flächen. fitbox bleibt damit 100 Prozent EMS – und gleichzeitig 0 Prozent stehen. Oder, wie Kaiser sagt: „Wenn du nicht mit der Zeit gehst, gehst du mit der Zeit.“

KREUZRETTER ist die vielleicht ungewöhnlichste Marke der Gruppe: weniger klassisches Fitnesskonzept, mehr niedrigschwellige Gesundheitsdienstleistung. Im Fokus stehen alltägliche Beschwerden wie Rückenschmerzen, Verspannungen und Stress – und der Wunsch nach schneller, unkomplizierter Entlastung. Verantwortet wird die Marke von Stefan Thie, seit sieben Jahren bei fitbox und auch für Schulung, Academy und Produktmanagement verantwortlich. Mit seinem Hintergrund in Fitnessökonomie, Training, Beratung und Medizinproduktevertrieb bringt er passende Erfahrung mit. „Ich bin Dienstleister aus tiefstem Herzen“, sagt Thie – und genau das prägt seinen Zugang zur Marke.
GESUNDHEIT NIEDRIGSCHWELLIG GEDACHT
Technisch basiert KREUZRETTER auf einer EMS-Massageliege für den Rücken. Die rund 20-minütige Anwendung findet im Liegen statt, ist nicht schweißtreibend und erfordert weder Übungen noch Trainingspläne. Der Claim „Hinlegen. Auferstehen.“ bringt das Prinzip auf den Punkt. Heilversprechen sind dabei tabu. Die Anwendung kann Muskulatur aktivieren, entspannen und die Durchblutung fördern. Gerade die Niedrigschwelligkeit ist der USP: KREUZRETTER spricht Menschen an, die kein klassisches Fitnesstraining suchen, sondern eine unkomplizierte Lösung bei Verspannungen, leichten Beschwerden oder für eine Auszeit vom Alltag. Damit erweitert die Marke den Fitnessbegriff klar in Richtung Gesundheit und Entlastung.
MARKTREIFE
Das Geschäftsmodell wurde über Jahre getestet. Heute zeigt sich: KREUZRETTER funktioniert besonders gut als Standalone-Konzept in größeren Städten und mit Aggregatoren wie Urban Sports Club oder Wellpass. Da viele Kunden das Angebot bedarfsorientiert nutzen, kombiniert das Modell Aggregatoren, Kartenangebote und Mitgliedschaften. Auch räumlich und personell ist es schlank: Rund 70 Quadratmeter können ausreichen, eine Person kann mehrere Matten betreuen. Damit ist KREUZRETTER weniger personalintensiv als EMS-Studios.
NEXT STEP
Der nächste Entwicklungsschritt ist der Beckenbodenstuhl, der die Marke funktional ergänzt und neue Zielgruppen erschließt.
KREUZRETTER ist kein Massenmodell, sondern ein spezialisiertes Konzept, das nach einer längeren Lernphase bereit für den nächsten Schritt ist. „Wenn Dankbarkeit dich motiviert, bist du bei KREUZRETTER richtig“, sagt Thie mit Blick auf die unzähligen zufriedenen Kunden.

FITOMAT soll für Mitglieder einfach sein: online anmelden, digital einchecken, trainieren. Für Betreiber ist das Konzept deutlich komplexer – und genau dort setzt die Zentrale an. Der Weg zum eigenen FITOMAT ist in vier Stationen gegliedert: Sales, Founder Coach, Opening Coach und Business Coach.
Die Logik dahinter: Ein Partner soll nicht einfach ein Konzept kaufen und dann allein gelassen werden. Er wird Schritt für Schritt durch den Prozess geführt – von der ersten Motivation bis zur laufenden Optimierung des Studios. Franchise wird hier als „Gründung mit Airbag“ verstanden: selbstständig bleiben, aber nicht alle Fehler selbst machen müssen.
1. SALES: PASST DER PARTNER ZUR MARKE?
Am Anfang steht kein schneller Abschluss, sondern ein Fit-Check. Warum will jemand Unternehmer werden? Warum Fitness? Warum FITOMAT? Welche Region ist interessant? Wie ist die finanzielle Ausgangslage? Und passt das Mindset zur Marke? Scarlett Schwarz beschreibt diesen Einstieg als sehr individuell. FITOMAT spricht Menschen aus unterschiedlichen Berufen an: Angestellte, Unternehmer, Investoren, Quereinsteiger. Angesprochen sind aber auch bestehende Studiobetreiber, die ihr Studio „FITOMAT“-isieren. Viele wollen sich nebenberuflich selbstständig machen oder ein Investmentmodell aufbauen, ohne täglich operativ auf der Fläche stehen zu müssen. Die Erzielung von passivem Einkommen reizt vor allem jüngere Bewerber. Weil FITOMAT personallos läuft, können sie auch mehrere Standorte parallel betreiben. Das macht die Marke besonders für Multi-Unit-Betreiber und Investoren attraktiv. „Der Partner muss für uns ein Perfect Fit sein“, sagt Scarlett Schwarz. Kapital allein reicht nicht. Der Betreiber soll lokal Gesicht, Energie und Verantwortung einbringen. Er macht den Standort zum „local hero“ und nutzt die volle Power des Systems.
2. FOUNDER COACH: DAS FUNDAMENT FÜR DIE ZUKUNFT
Nach der grundsätzlichen Entscheidung beginnt die Aufbauarbeit. Region, Standort, Fläche, Wettbewerb, Finanzierung und Businessplan werden geprüft. Die Zentrale arbeitet mit datengetriebener KI-Standortanalyse und einem eigens entwickelten Analysetool. Es führt auf Knopfdruck sämtliche Standort-, Studio-, Mitglieder- und Umsatzdaten des Netzwerks in einem zentralen Dashboard zusammen. Standortpotenziale und Umsatz-Forecasts lassen sich so nicht nur theoretisch anhand externer Marktdaten planen, sondern auf Basis realer Erfahrungs- und Performancedaten aus dem eigenen Netzwerk bewerten.
„Wir haben jeden weißen Fleck in der gesamten D-A-CH-Region analysiert und wissen genau, welche Gebiete spannend sind. Diese White-Spot-List wird von uns gehütet wie das geheime Rezept von Coca-Cola“, sagt Schwarz. Ein wichtiger Baustein ist das Real-Estate-Know-how. Viele Gründer haben noch nie einen Gewerbemietvertrag verhandelt. Die Zentrale unterstützt deshalb bei Mietvertragsverhandlungen, mietfreien Zeiten, Baukostenzuschüssen und Standortbewertung. Auch die Finanzierung ist zentral, weil Banken Fitnessprojekte kritisch prüfen. Rami Marouf beschreibt das als Wissensvorsprung: „Es ist ein Landgrabbing-Game.“ Wenn Standort, Finanzierung und Systemlogik stimmen, steigt die Chance auf einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb deutlich.

3. OPENING COACH: AUS VISION WIRD STUDIO
Mit der Schlüsselübergabe beginnt die operative Phase. Umbau, CI-konforme Umsetzung, Ausstattung, Technik, digitale Prozesse, Schulung und Vorverkauf müssen ineinandergreifen. Ziel ist nicht nur eine schöne Eröffnungsparty, sondern ein starker Start in den Markt. Die In-house-Agency begleitet den Vorverkauf, analysiert Standort- und Wettbewerbsdaten, steuert Performance-Marketing und passt Kampagnen an die jeweilige Region an. Marketing wird nicht als Standardpaket von der Stange verstanden, sondern als lokales Instrument mit zentralem Know-how.
„Der entscheidende Growth-Hebel ist unser Setup“, erklärt Rami Marouf. „Unsere Marketing-Agency betreut ausschließlich unsere eigenen Franchisepartner. Wir haben keinen Overhead und keinen Fokusverlust durch externe Kunden. Dadurch sind wir preis-leistungstechnisch am Markt absolut unschlagbar und deklassieren jedes klassische Agentur-Modell“, so Marouf weiter. Parallel wird der Partner in Tools, Prozesse und Standards eingeführt. Dafür gibt es interne Schulungs- und Wissenssysteme. Denn auch ein personalloses Studio braucht Betreiber, die verstehen, wie die Marke tickt und das System funktioniert.
4. BUSINESS COACH: JETZT ZÄHLT DER ALLTAG
Wenn das Studio öffnet, endet die Betreuung nicht. Im Gegenteil: Jetzt fängt der eigentliche Teil der Arbeit erst an. Ab jetzt zählt Performance. Der Business Coach ist der feste Sparringspartner für Kennzahlen, Optimierung und die strategische Weiterentwicklung des Standorts, datenbasiert und immer mit Fokus auf Wachstum. Er schaut nicht nur auf Zahlen, sondern übersetzt sie in konkrete nächste Schritte.
Dazu kommen regelmäßige Check-ins, Partner-Calls und eine Community, die sich gegenseitig nach vorne pusht. Die Zentrale denkt mit statt nur vorzugeben. Und wenn ein Standort mal klemmt, greift der Erfahrungsschatz aus vielen Studios. Kein Partner wird allein gelassen: 99 Prozent der Probleme wurden im System schon einmal gelöst. Was an einem Standort funktioniert, steht am nächsten Tag allen zur Verfügung.
Im Maschinenraum der Zentrale arbeiten die Teams zu: Member-Service für Anfragen, Beschwerden, Stornos, Rückgewinnung und Tarife. Fitnesszentrale für die digitale Betreuung der Mitglieder in Echtzeit. Agency für die Schaltung der Marketingmaßnahmen. Verwaltung und Marketing laufen zentral, damit sich der Betreiber voll auf sein Business fokussieren kann.
Die erfolgreichsten Partner sind nach Erfahrung der Gruppe jene, die das System nicht nur kaufen, sondern konsequent nutzen. Wer einmal spürt, wie das System trägt, denkt nicht mehr in einem Standort, sondern in einem Portfolio. Oder, wie es in der Gruppe heißt: „Andere verkaufen dir ein Studio. Wir bauen dir ein Business.“


body LIFE: Andreas, warum hast du dich für FITOMAT entschieden?
Andreas Ulrich: Ich kannte die professionelle Arbeitsweise und die klar strukturierten Prozesse bereits aus meiner Partnerschaft mit fitbox. Bei FITOMAT haben mich außerdem die kurzen Entscheidungswege und die hohe Umsetzungsgeschwindigkeit überzeugt. Mein Standort in Emmerich am Rhein ist im Februar mit 1.000 Mitgliedern gestartet – für mich ein voller Erfolg.
Welche Unterstützung war besonders hilfreich?
Das vollständig angeleitete Onboarding über das Projektmanagement-Tool. Dadurch konnte ich keinen wichtigen Schritt vergessen. Gleichzeitig haben mich die Business Coaches sehr gut durch die Neueröffnung und die ersten Wochen begleitet.
Was rätst du neuen Partnern?
Haltet euch an die erprobten Prozesse und kommt konsequent in die Umsetzung. Wer sich auf die Grundlagen sowie auf Marketing und Vertrieb konzentriert, schafft gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Standort.

body LIFE: Warum habt ihr euch für FITOMAT entschieden?
Max und Julius Otten: Ausschlaggebend waren zunächst wirtschaftliche Faktoren: Kapitaleinsatz, laufende Kosten, Personalbedarf und die Aussicht, einen guten Standort vergleichsweise schnell wirtschaftlich tragfähig zu machen. Hinzu kamen das klare Design, die digitalisierten Prozesse und die Möglichkeit, mehrere Studios mit einer schlanken Organisation zu betreiben.
Was war bisher die größte Herausforderung?
Wir haben innerhalb weniger Wochen einen bestehenden FITOMAT übernommen und drei weitere Standorte eröffnet. Dabei mussten viele Themen parallel koordiniert werden. Entscheidend ist jedoch die Standortwahl: Ein gutes System kann viel unterstützen, einen ungeeigneten Standort aber nicht korrigieren. Deshalb schätzen wir die kritische Prüfung durch die Zentrale.
Was sollten neue Partner wissen?
Ein personalloses Studio ist keine passive Investition. Das System bietet einen erprobten Rahmen, die Verantwortung bleibt aber beim Betreiber. Man sollte das Sparring der Zentrale nutzen, die Zahlen selbst verstehen und bereit sein, Entscheidungen zu treffen und dafür einzustehen.

body LIFE: Warum habt ihr euch für KREUZRETTER entschieden?
Adrienne und Sven Franke: Wir kannten das Know-how und die Erfahrung des Franchisegebers bereits durch unsere Partnerschaft mit fitbox. Die Möglichkeit, Rückengesundheit und Entspannung in einem Boutiquestudio zu verbinden und das Konzept als Pilotpartner mitzugestalten, hat uns sofort angesprochen.
Was war beim Start die größte Herausforderung?
Wir mussten bei null anfangen. Niemand kannte die Marke oder EMS-Rückenmassagen. Deshalb waren intensive Werbung, viele Gespräche, Probetermine und Kooperationen notwendig. Es reicht nicht, selbst vom Produkt überzeugt zu sein – auch die Kunden müssen zu Fans werden. Ihre positiven Reaktionen und große Dankbarkeit für die schnelle Entlastung haben das schon bald bestätigt.
Was ratet ihr neuen Partnern?
Wer ein KREUZRETTER-Studio eröffnen möchte, sollte seine eigene Rolle auch im Studiobetrieb sehen. Dadurch sammelt man wertvolle Erfahrungen, entwickelt ein Gespür für die Kunden und reduziert gleichzeitig die Personalkosten. Außerdem macht die Arbeit vor Ort einfach Spaß.

body LIFE: Katja, warum hast du dich für fitbox entschieden?
Katja Plewe: Mir war wichtig, mit einem starken und etablierten Partner in die Selbstständigkeit zu starten. Der igenda F&C Franchise-Award war für mich ein zusätzliches Qualitätsmerkmal. Ich wollte auf ein System setzen, das bereits bewiesen hat, dass es funktioniert.
Welche Unterstützung war beim Start besonders wichtig?
Eine klare Roadmap führte mich Schritt für Schritt durch den gesamten Eröffnungsprozess. Gleichzeitig hatte ich für jedes Thema einen passenden Ansprechpartner und stand mit meinen Fragen nie allein da. Gerade weil Finanzierung, Standort, Umbau, Personal und Marketing aufeinander abgestimmt werden mussten, war diese Unterstützung sehr wertvoll.
Was würdest du neuen Partnern mitgeben?
Nutzt das Partnernetzwerk! Gut 300 Franchisepartner in der Gruppe bringen sehr viel Erfahrung mit. Wahrscheinlich hat jemand eine Herausforderung, vor der man gerade steht, schon einmal gelöst. Darin liegt für mich eine große Stärke des Franchisings: Wir sind keine Konkurrenten, sondern Partner, die voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen.
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Bilder ©fitbox Markengruppe







