Die Ausbildung zum/zur Sport- und Fitnesskaufmann/-frau (IHK) inklusive Professional Fitnesscoach der Deutschen Sportakademie bietet nicht nur jede Menge kaufmännisches und branchenspezifisches Fachwissen, sondern auch einen überzeugenden Praxisbezug. Miriam Müller ist pädagogische Leiterin an der Deutschen Sportakademie und Initiatorin des Ausbildungskonzeptes. Wir trafen sie zum Interview.

bodyLIFE: Worauf habt ihr bei der Konzeption der Ausbildung besonderen Wert gelegt?
Miriam Müller: Wichtig war uns, dass die Azubis nach ihrer Ausbildung einen staatlich anerkannten Abschluss haben. So verfügen unsere Azubis nach der Ausbildung nicht nur über neun verschiedene Trainerlizenzen und das Diplom Professional Fitnesscoach, sondern haben zusätzlich auch die Chance vom IHK-Abschluss zu profitieren. Wichtig war uns außerdem der Praxisbezug und dass die Azubis in ihren Studios schnell als vollwertige Teammitglieder eingesetzt werden können. Aus diesem Grund haben wir auch die Themenfelder des Rahmenlehrplans umgestellt.
Was genau wurde anders gemacht?
Die Fitnesstrainer-Lizenz erwerben die Azubis laut Rahmenlehrplan erst im dritten Lehrjahr. Wir haben den Abschluss an den Anfang des ersten Lehrjahres gelegt. So können die Azubis schon nach dem dritten Monat als Trainer auf der Fläche unterstützen und erste praktische Berufserfahrungen sammeln. Das motiviert die Azubis, die auf diesem Weg in den ersten Ausbildungsjahren bereits im Kontakt mit Kunden eingesetzt werden können. Und die Ausbildungsbetriebe profitieren doppelt: Sie haben motivierte Azubis, die gleichzeitig direkt als vollwertige Arbeitskräfte eingesetzt werden können. Auch das Thema Verkauf haben wir vorgezogen, so dass die Azubis schnell in der Lage sind, Verkaufsgespräche zu führen und mit Kunden zu interagieren.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Den praktischen Teil der Ausbildung absolvieren die Auszubildenden in einem Fitnessstudio, einem Gesundheits- oder Rehazentrum, einem Verein oder einer Physiopraxis. An der Deutschen Sportakademie lernen sie überwiegend digital durch spannende Webinare, webbasierte Trainings und weitere Formate, wobei sie flexibel alle Inhalte jederzeit abrufen können. Zur Vertiefung der gelernten Inhalte finden intensive Praxisworkshops an den Standorten der Deutschen Sportakademie statt. Während der gesamten Ausbildungsdauer steht den Auszubildenden sowie den Betrieben ein persönlicher Ansprechpartner zur Seite.
Welche Voraussetzungen müssen Ausbildungsbetriebe erfüllen?
Wichtig ist, dass unsere Partnerbetriebe die Standards der IHK-Ausbildungsbetriebe erfüllen. Das heißt, sie haben einen persönlich und fachlich geeigneten Ansprechpartner für die Auszubildenden, der gemäß Ausbildungsrahmenplan ausbildet. Gibt es den nicht, qualifizieren wir den gewünschten Ausbilder und übernehmen hierfür die Kosten. Außerdem muss der Auszubildende während der Lernphasen freigestellt werden und nach IHK-Tarif vergütet werden. Sollte ein Studio noch keinen passenden Bewerber haben, helfen wir mittels unserer bundesweiten Bewerberdatenbank weiter.

Telefon: 0221 – 42 29 29 71
Mail: duale-ausbildung@deutsche-sportakademie.de
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